Mitmachen: Blogger für Flüchtlingen – Menschen für Menschen

Posted on | August 23, 2015 | 4 Comments

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Als mich mein Freund und Blogger-Kollege Paul Huizing fragte, ob ich denn seine Initiative Blogger für Flüchtlingen – Menschen für Menschen unterstützen und weitertragen wolle, habe ich sofort zugesagt. Denn es nervt mich unendlich, dass in diesem Land gerade (mal wieder) die Dumpfen und Schlichten am lautesten sind, es nervt mich, dass die Regierung schwerfällig schweigt, in einer Zeit, da Menschen die der Kriegsgreul in ihrer Heimat entflohen sind, schnelle und unbürokratische Hilfe bräuchten, ein Willkommen, ein herzliches wenn irgend möglich, gerade in und aus Deutschland. Stattdessen haben wir: Heidenau zum Beispiel.

#BloggerfuerFluechtlinge soll daran erinnern, dass wir was tun können und sollten, jeder von uns. Am allereinfachsten und größtmöglich hilfreich ist es, Geld zu spenden. Das geht vom Sofa aus und jeder Betrag zählt, für Menschen denen es nicht nur an so grundlegenden Dingen wie Schuhen und Unterwäsche mangelt. Mit #BloggerfuerFluechtlinge sammeln wir Gelder für die unterschiedlichsten Initiativen, Vereine und Verbände in ganz Deutschland, die wirklich direkt und vor Ort wirken und helfen. Informationen dazu und die Möglichkeit direkt via betterplace. org zu spenden, finden sich hier:

www.blogger-fuer-fluechtlinge.de

Aber eben auch: nutzt das hastag #BloggerfuerFluechtlinge, sprecht und schreibt über die Flüchtlingssituation, weist auf Spendenaktionen hin und erzählt darüber hinaus von Eurem Engagement, Euren Aktionen und Ideen, bloggt, vloggt, podcastet und verbreitet die Notwendigkeiten. Viele Menschen helfen schon, überall in Deutschland mit Sach- und Geldspenden, als freiwillige Helfer, im Kleinen wie im Großen. Tatkräftige Hilfe und eine echte Willkommenskultur,werden nicht nur dieser Tage, sondern noch lange eine Notwendigkeit sein. Erzählt Eure Geschichten, ruft auf zum Mitmachen, motiviert – tut Gutes und sprecht darüber – gegend die Sprachlosigkeit der Regierung und damit die Dumpfen und Schlichten nicht die Lautesten bleiben in diesem Land.

Paul Huizing fragte als erstes die Literaturbloggerin Karla Paul, den Polit- und Medienblogger Nico Lumma und mich als Foodblogger um Unterstützung: einfach um zu zeigen, dass es egal ist, was das Thema ist. Eigentlich meint Paul: Euch und Sie – uns alle! Und auch die, die kein Blog haben, haben eine Stimme und Möglichkeiten, eh klar!

Danke für Eure Unterstützung!

www.blogger-fuer-fluechtlinge.de

#BloggerfuerFluechtlinge

Geschmackssache Heimat – Abendbrot mit jungen Winzern

Posted on | August 7, 2015 | No Comments

PicMonkey Collage1 (Links oben: Maria Steffes, Stephanie Döring)

Es ist eine Binsenweisheit, dass selbst der beste Wein sofort noch besser schmeckt, wenn man die Hand des Winzers geschüttelt hat. Eine überprüfbare Tatsache, denn Wein ist mehr als ein guter Schluck im Glas, Wein ist Handwerk, Terroir und Geschichte und davon erzählen am schönsten jene, die den Wein gemacht haben. Wenn aus dem Kennenlernen dann noch ein so, ja, leuchtender Abend wird, wie ihn die Besucher der Hamburger Ausgabe der Geschmackssache Heimat im neuen Restaurant Trific erleben durften, entstehen schnell neue Freundschaften. Die Geschmackssache Heimat ist ein junges Format erdacht und organisiert von der Marketingberaterin Julia Enders. Unterstützt und gesponsert vom Deutschen Weininstitut präsentieren, bereits seit vier Jahren, wechselnde junge WinzerInnen ihre Weine in deutschen Großstädten, dieses Jahr in Hamburg, Köln, Frankfurt, Berlin und München. Immer in ausgesuchten kulinarischen Locations und in Zusammenarbeit mit Weinbars und Restaurants, moderiert von örtlichen Sommeliers und Weinfachleuten, beworben durch persönliche Einladungen und via Facebook.

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Die Karten für den Abend in Hamburg waren sehr schnell ausverkauft und das elegante Souterrain des Restaurants füllte sich bis auf den letzten Platz, die Abendsonne glitzerte auf dem Wasser des Fleets und ließ die goldenen Tapeten leuchten: Hoch die Gläser und herzlich Willkommen mit dem Riesling Brut Von Buhl. Sommèliere und Gastronomin Stephanie Döring (TVino, Weinladen St. Pauli) die den Abend und die Weine auch kuratiert hatte, präsentierte gewohnt launig, charmant und auf den Punkt, zwei wirklich sehr junge Winzer der jungen „Generation Riesling“: vom Weingut Geschwister Simon an der Saar war Maria Steffes zu Gast, die mit gerade mal 22 Jahren und gemeinsam mit Schwester Barbara und Mutter Heidi das elterliche Weingut zu neuer Qualität führen will – mit feinherben Moselweinen, Motto: „einfach Trinkspaß, nicht verkopft!“ Das funktioniert schon sehr gut mit dem herrlich frischen 2014 Ayler Riesling feinherb Herzblut, einer der ersten Weine des Abends.

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Wie im Schlaraffenland wurden dazu Platten und Teller aufgetragen, die langen Tische schnell zu klein, Oliver Trific und sein Team servierten ein großzügiges Abendbrot, das ebenfalls zur vergnüglichen Geschmackssache Heimat wurde: Tomatensalat mit Dillblüten, Gemüse-Cole Slaw, zarte Bratheringe und cremige Geflügelleber mit Meersalz, Cesars Salad mit Holunder und krosser Hähnchenhaut, saftiges Rührei mit goldglänzenden Räuchersprotten, Deichkäse vom Backensholzer Hof, einen würzigen Tatar vom Weideochsen, gutes Brot dazu.

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Zum Tatar noch eine Premiere: der 25 jährige Andreas Mann vom Weingut Mann in Eckelsheim, Rheinhessen, präsentierte seinen ersten Spätburgunder, ein rares Vergnügen von nur knapp 300 Flaschen („ich hab mich nicht mal getraut Saftproben zu nehmen, dann hätte ich das Barrique nicht voll gekriegt“). Andi Mann, der den elterlichen Hof schon während des Studiums an der Hochschule in Geisenheim übernahm und im Weinberg komplett auf Handarbeit setzt, macht die Doppelbelastung nichts aus: „Man muss sich dran gewöhnen, dann ist es geil!“ Die eingestellten und leicht „überversorgten“ Weinberge des Vaters wandelt er behutsam in biodynamische Systeme. Auch die ansprechenden modernen Etiketten künden vom neuen Wind im Weinberg.

PicMonkey Collage5 (Winzer Andreas Mann, Auswahl seiner Weine)

Im Glas begeisterten, neben dem Spätburgunder, auch Riesling und Weißburgunder, frisch, kernig und richtig trocken. Mit dem Prädikat „sauharmonisch!“ bedachte Andreas Mann im Verlauf des Abends den 2013 Weisser Burgunder QW des Kollegen Tim Fröhlich vom Nahe-Weingut Schäfer-Fröhlich – ein Kompliment das gut auch zu seinen eigenen Weinen passt!

Die Ablöse der Eltern funktioniert in beiden Betrieben ohne die oft so großen Reibungen. Beim Weingut Geschwister Simon, ist es ein Miteinander mit der Mutter, gemeinsam blickt man auf 400 Jahre Weinbautradition in der Familie und schon die Großmutter stand als „Witwe Christine Simon“ für Frauenpower an der Saar. Modernisiert wird dennoch, spannende neue Weine in Flaschen mit modernen Etiketten und die berühmte Moseler Verschwiegenheit wird zu Gunsten des Austausches mit Kollegen aufgeweicht, erzählt Maria Steffes lachend, die ebenfalls in Geisenheim studiert hat. Lässig präsentiert sie an diesem Abend ihre Weine, das freie und lebendige Sprechen perfektionierte sie 2013 als Moselweinkönigin auf über 200 Terminen („Wir haben kein Dorffest ausgelassen“). Mit ihrem samtig-frischen, elegant ausbalanciertem 2014 Ayler Riesling Kabinett endete der formidable Abend und mit der Erkenntnis, was für eine erhellende und genussvolle Angelegenheit es doch immer wieder ist, sich aufzumachen und neue Winzer kennen zu lernen.

Die nächsten Geschmackssache Heimat-Termine:
(mit anderen Winzern, Weinen und Speisen!)

25.08. Köln, Die fette Kuh, Facebook
27.08. Berlin, Hallesches Haus Facebook
01.09. München, Red Hot, Facebook
03.09. Frankfurt, Horst, Facebook

“Heute koch ich, morgen brat ich” – wie mein neues, märchenhaftes Koch- und (Vor-) Lese-Buch in die Welt kam

Posted on | Juli 30, 2015 | 9 Comments

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Hier ist es mein neues Kochbuch und es ist ein ganz besonderes Kochbuch, ganz eigen, in allen Facetten – und das beginnt mit der wundersamen Geschichte seiner Entstehung, denn dieses Buch habe ich mir nicht ausgesucht, dieses Buch kam zu mir. Anja Laukemper und Sabine Antoni waren es, die mir bei einem Mittagessen Ihre Idee eines Grimmschen Märchen-Koch- und Lesebuches unterbreiteten, hübsch, dachte ich, altmodisch auch, dachte ich und dann an meine Kindheit und die Märchen der Brüder Grimm und dass es da eigentlich immer nur Brei und Brot zu essen gegeben hatte. Ich war mehr als skeptisch. Was kochen? Und konnte das funktionieren, die Märchen der Brüder Grimm literarisch zu bearbeiten und behutsam umzuschreiben? Ich sagte trotzdem zu, schlicht weil ich die Arbeiten der Graphikerin Anja Laukemper sehr schätze.

Es war ein stürmisches, verregnetes Wochenende, unermüdlich prasselte der Regen an die Fensterscheiben, es wurde garnicht mehr richtig hell an diesem Tag, drinnen wurde es immer gemütlicher und ich lümmelte auf dem Sofa, las die Märchen der Brüder Grimm, griff dann zu Zettel und Stift und notierte die ersten Rezeptideen. Innerhalb eines Nachmittages füllten sich die Seiten. Inspiriert von den Märchen entstand jene Koch- und Küchenwelt, die sich jetzt im Buch findet, in der besondere Würzungen, viele alte Gemüsesorten, große Braten, ganze Fische, Obst und Kräuter eine wichtige Rolle spielen.

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Ich merkte schnell, ich war frei, das “Thema” gab mir die Freiheit ganz eigene Rezepte zu kreieren und das Buch wurde, abseits der Märchenwelt zum ganz persönlichen Stevan Paul-Kochbuch: so koche ich derzeit, das ist meine Küchen-Philosophie zu diesem Zeitpunkt. Die Reduktion ist dabei ein wichtiger Aspekt, wenige beste Produkte, selten mehr als drei Komponenten auf dem Teller, die sich in der Kombination entfalten und doch einzeln schmeckbar bleiben. Kein Kunsthandwerk, kein Chichi, die Raffinesse entsteht durch die Kombinationen der ausgesuchten Produkte. Alte Würzungen und neue Geschmackskombinationen, süß und salzig, sauer und süß und bitter, Bitterkeit, diese unterschätzte Nuance in der Küche. Das Buch enthält deftige Alltagsgerichte, königliche Speisen für Gäste und natürlich, weil es ein Märchenbuch ist, Familienrezepte die auch kleinen Prinzessinnen und Prinzen schmecken. Alle Zutaten sind gut erhältlich oder bereits in der Schlossküche vorhanden, und mit den sorgfältig formulierten Rezepten gelingt das Nachkochen auch ungeübten Küchenhelfern.

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Wir konnten dann den Hölker Verlag für unser Buchprojekt gewinnen und Fotografin Daniela Haug, mit der ich eben die Arbeiten an „Auf die Hand“ beendet hatte. Wir fotografierten und produzierten auf Schloss Belepsch, in einer echten Burgküche, in verwunschenen Wäldern und den letzten Hexenhäusern, die noch zu finden waren. Tanja Trific sorgte für die märchenhafte Requisite und mit der Gestaltung und Illustration durch Anja Laukemper entstand nach und nach ein ganz eigenes, kunstvolles, prächtiges Buch.

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Ich kämpfte derweil mit den Grimms. Die Originaltexte der Brüder, die es ja auch als Germanisten zu Ruhm brachten, sind überraschend nüchtern geschrieben und ich habe mir erlaubt, sie – mit großem Respekt vor dem Werk der Grimms – neu zu interpretieren. Dazu gehört das ein oder andere schmückende Adjektiv – und hier und da ein Augenzwinkern, eine Prise Humor.

In den Märchen der Grimms hat das Essen überwiegend funktionalen Charakter. Schneewittchen wird mit einem rotbackigem Apfel verführt, mit Brotkrumen versuchen Hänsel und Gretel den Weg zurück nach Hause zu finden, Kuchen und Wein sollen Rotkäppchens Großmutter gesunden lassen, und Aschenputtel erfährt echtes Mobbing durch eine Handvoll Linsen. Gerne aber wird zum guten Ende eines Märchens groß aufgetischt, geheiratet und geschlemmt, die Tische biegen sich, und alle sind sehr glücklich! Was da genau gekocht, gebacken und serviert wurde, im Räuberhaus der Bremer Stadtmusikanten, im märchenhaften Hochzeitsschloss oder dem verwunschenen Hexenhäuschen, darüber schweigen die Grimms leider ausdauernd.

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In diesem Buch sind neue Antworten versammelt und die dazugehörigen Rezepte natürlich auch! Erstmals sind auch die kulinarischen Gelage in Schlössern, Räuber- und Zwergen-Behausungen detailliert beschrieben, wir werfen einen genauen Blick in Rotkäppchens Körbchen und knabbern versuchsweise am Hexenhaus. Wenn das die Grimms wüssten! Reduziert und leicht umgeschrieben habe ich die teils drastischen Grausamkeiten, jetzt funktionieren die Märchen auch für die Kleinsten unter uns. Wichtig waren mir bei der Bearbeitung Tempo und ein neuer Rhythmus – Sie werden die Märchen vor allem beim lauten Vorlesen neu entdecken!

Ab dem 1. August ist „Heute koch ich, morgen brat ich“ im Buchhandel erhältlich und die Märchenwelten der Gebrüder Grimm liegen jetzt ganz in der Nähe Ihrer Küche: hier wie da geht es um eine genussvolle Auszeit vom Alltagsrauschen, um Familienzeit, Zeit mit Lieblingsmenschen, gemütliche Stunden und gemeinsame Momente mit Freunden. Zusammen kochen, zusammen am Tisch sitzen und genießen und einander später vielleicht noch das ein oder andere Märchen vorlesen und neu entdecken – das wünsche ich Ihnen!

Ab 1.August überall wo es Bücher gibt!

Stevan Paul
Heute koch ich, morgen brat ich
Märchenhafte Rezepte
Fotos von Daniela Haug
208 S. l 20 x 28,2 cm
Hardcover mit Goldfolienprägung
ISBN 978-3-88117-978-2 l 29,95

Heute koch ich

Foodblogs in Deutschland – ein Gespräch

Posted on | Juli 9, 2015 | 1 Comment

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Was macht eigentlich ein erfolgreiches Foodblog aus? Und wie ist das genau, mit der Werbung, den Kooperationen und der Professionalisierung? Sind FoodbloggerInnen eigentlich auch politisch? Brauchen wir eigentlich überhaupt noch Foodblogs im Social Media-Gebrause?

Friederike Pate vom OSK-Agentur-Blog hat mir u.a. diese Fragen gestellt – ein Gespräch zum Zustand der Foodbloggerei in Deutschland:

www.osk.de/blog/blogbuster-nutriculinary

Wenn Köche über Küchenbretter nachdenken: Das Frankfurter Brett

Posted on | Juli 8, 2015 | 3 Comments

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“Wie es auf Deinem Schneidebrett aussieht, so sieht es in Deinem Kopf aus.” pflegte mein Lehrherr zu sagen, mahnte zur Sauberkeit und meinte das beständig wachsende, ziemliche Durcheinander auf meinem Küchenbrett während der Restaurant-Servicezeiten. Ich versank während der Arbeit schnell in Siff und Schmotz und weiß heute aber, dank der Gebrüder Schreiter, dass es eventuell auch ein bißchen am Küchenbrett selbst gelegen haben könnte.

Die Zwillinge Joseph und Johannes (Johannes ist professioneller Koch) Schreiter haben nachgedacht über das perfekte Küchenbrett und fanden eine Lösung: Das Frankfurter Brett. Ich war einer der Ersten der mit dem Prototyp arbeiten durfe (Danke Jungs!) und ich bin restlos begeistert. Das Frankfurter Brett gehört für mich zu jenen raren Inovationen, bei denen man sich sehr schnell fragt, wie man je ohne auskommen konnte.

Das formschöne und rutschfest schwere Frankfurter Brett hat das Zeug zum superpraktischen Klassiker und dürfte Profis und Laien gleichermaßen begeistern. Es ist schlicht das eine und einzige Brett, dass jede Küche braucht.

Die dreijährige Entwicklungsphase ist vorbei, das Brett in verschiedenene Produktionsgrößen an- und vor allem: durchdacht. Es kann lsogehen, doch noch fehlen Joseph und Johannes die Produktionsmittel. Ab heute (Mittwoch 8.Juli) gilt es und es besteht die Möglichkeit, die Zwillinge bei der Geburt eines neuen Küchenklassikers zu unterstützen, sich selbst sein neues Lieblingsküchenbrett zu sichern. Sehen Sie sich den Film an, besuchen Sie www.frankfurter-brett.de oder infomieren sie sich direkt und werden UnterstützerInn auf:

Frankfurter Brett / Kickstarter-Kampagne

“Heute koch ich, morgen brat ich” – Trailer zu meinem neuen “märchenhaften” Koch- und (Vor-) Lese-Buch

Posted on | Juni 23, 2015 | 8 Comments

Heute koch ich

Ich freu mich! In sechs Wochen erscheint mein neues Koch- und (Vor-) Lesebuch. “Heute koch ich, morgen brat ich“ aus dem Hölker Verlag, ist ein Koch – und Lesebuch zu den beliebtesten Märchen der Gebrüder Grimm, mit märchenhaft verwunschener Fotografie, mundwässernden Rezept-Fotos (Daniela Haug) und außergewöhnlicher graphischer Gestaltung (Anja Laukemper), nach einer Idee von Sabine Antoni. Inspiriert von den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm entwickelte ich dazu eine ganz eigene kulinarische Märchenwelt, in der besondere Würzungen, viele alte Gemüsesorten, große Braten und Kräuter eine wichtige Rolle spielen. Deftige bis raffinierte Alltagsgerichte finden sich im Buch und Familienrezepte, die auch kleinen Prinzessinnen und Prinzen schmecken, dazu Speisen und Mahlzeiten, die eines Königs würdig wären und ordentlich was hermachen, wenn Gäste vorbeischauen. Alle Zutaten sind gut erhältlich oder bereits in der Schlossküche vorhanden, und mit den sorgfältig formulierten Rezepten gelingt das Nachkochen auch ungeübten Küchenhelfern.

Selbstverständlich finden sich auch die schönsten Märchen der Grimms selbst im Buch, und ich habe mir erlaubt, diese – mit großem Respekt vor dem Werk der Grimms – neu zu interpretieren. Die Originaltexte der Brüder, die es ja auch als Germanisten zu Ruhm brachten, sind überraschend nüchtern geschrieben, und ich habe das ein oder andere schmückende Adjektiv – und hier und da ein Augenzwinkern, eine Prise Humor hinzugeschrieben. Erstmals sind auch die kulinarischen Gelage in Schlössern, Räuber- und Zwergen-Behausungen detailliert beschrieben, wir werfen einen genauen Blick in Rotkäppchens Körbchen und knabbern versuchsweise am Hexenhaus. Wenn das die Grimms wüssten! Reduziert und leicht umgeschrieben habe ich die teils drastischen Grausamkeiten, jetzt funktionieren die Märchen auch für die Kleinsten von uns. Wichtig waren mir bei der Bearbeitung Tempo und ein neuer Rhythmus – Sie werden die Märchen vor allem beim lauten Vorlesen neu entdecken.

Ab 1.August überall wo es Bücher gibt!

Stevan Paul
Heute koch ich, morgen brat ich
Märchenhafte Rezepte
Fotos von Daniela Haug
208 S. l 20 x 28,2 cm
Hardcover mit Goldfolienprägung
ISBN 978-3-88117-978-2 l 29,95

Was machen die da? – Gastronomie: Interview mit Restaurantbetreiber und Chefkoch Oliver Trific

Posted on | Juni 19, 2015 | No Comments

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“Die beste Kritik, die ich je hatte, war, als jemand sagte: Ich erkenne den Stil nicht. Da dachte ich: Ja, super!”

In der ohnehin immer lesenswerten Interview-Projektreihe “Was machen die da?” von Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm (Fotografie) gibt es jetzt Einblicke ins Restaurant Trific – Freund Oliver Trific erzählt von der wechselvollen Geschichte des Restaurants, dass er mit seiner Frau Tanja Trific führt, den Tücken der Gastronomie im Allgemeinen, erklärt seine Philosophie, spricht über Trends und teilt seine Gedanken zum Neustart mit Trific – Holzbrücke 7 – erhellend!

http://wasmachendieda.de/2015-06-05/oliver-trific-gastronom/

Melon Hop! Der Sommer-Drink 2015

Posted on | Juni 17, 2015 | 3 Comments

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Es ist schon guter Brauch und hier kommt er, der Nutriculinary-Sommerdrink 2015! Basis ist kühle Wassermelone, Ingwersirup und eine Limonade Namens Hopster. Noch ein Spritzer Zitronensaft und fertig ist er der Melon Hop! Das Ding erfrischt, perlt und schmeckt auch ganz ohne Alkohol – wer die gute Laune noch verstärken will, ist mit einem unaffälligem Schuss Vodka gut beraten.

Und so geht es: Ich habe mir eine Bio-Wassermelone vom Markt besorgt, es muss wirklich nicht immer Bio sein, bei Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil (z.B. Melonen, Gurken, Tomaten) allerdings greife ich gerne zu Bio-Ware, die einfach aromatischer schmeckt und weniger “Wasser lässt”, festfleischiger ist, als Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau. Die Melone lasse ich erstmal im Kühlschrank durchkühlen, spart die in dem Fall verwässernden Eiswürfel. Auch die Limo wird zeitig eingekühlt!

800 g Melonenfleisch habe ich im Mixer püriert und durch ein Sieb passiert. Den Melonensaft schmecke ich jetzt mit 4-6 EL Ingwersirup ab, den gibt es im Asialaden. Wer keinen puren Sirup bekommt, verwendet den Sirup aus eingelegten Ingwerkugeln (siehe Bild oben), die gibts mittlerweile sogar im gut sortierten Supermarkt. Der Ingwer entfaltet in Kombination mit dem Melonensaft ein grandioses Aroma und eine leichte Süße, ein Spritzer Zitronensaft noch und fertig.

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Am besten in vorgefrorene Gläser verteilen (im Bild: Craftbeer-Glas) – und jetzt kommt der Hopster! Hopster ist eine Hopfen-basierte Limonade, schmeckt aber keinesfalls irgendwie nach Bier, sondern würzig, frisch, zitronig, ganz eigen, perlt schön – schon pur genossen große Klasse! Wo es Hopster gibt, steht auf der Hopster-Homepage, dort kann auch direkt bestellt werden.

Ersatzweise schmeckt der Melon-Hop auch mit eiskaltem, trockenen Tonic aufgegossen oder einer wenig süßen Zitronenlimonade. Wichtig: Aufgießen immer erst direkt vor dem Gast, es schäumt und perlt herrlich!

Servieren Sie dazu einen heißen Sommertag!

Immergut auch: Links zu den NutriCulinary Sommerdrinks der letzten Jahre:

Paloma – Tag am Meer

The Glamp & Mandarine Mule

Bordeaux Wein-Rezepte: das neue Booklet jetzt als freier Download

Posted on | Juni 12, 2015 | No Comments

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Als ich hörte, das Mastersommelier Markus Del Monego die Weinempfehlungen zusammenstelllen würde, habe ich mich ganz besonders gefreut, auf die schöne Aufgabe, die Rezepte zur neuen Einfach Bordeaux-Broschüre (bordeaux.com) beisteuern zu dürfen.

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Gekocht und fotografiert haben wir im Studio Carsten Eichner in Hamburg, Tanja Trific hat das Styling gmacht und die Graphikerin Frizzi Kurkhaus war für die Gestaltung des Heftes verantwortlich.

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Die hübsche Broschüre gib es bei den Apéros Bordeaux-After Work-Abenden und überall wo der neue Bordeaux Wein Truck auftaucht.

Und für alle natürlich, lässt sich die Broschüre auch kostenlos downloaden und zwar nach dem Klick hier!

Australien (7): Wine & Dine at Voyager

Posted on | Juni 4, 2015 | No Comments

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Der siebte Teil meiner Australien-Serie erscheint aus besten Gründen nicht im Blog sondern auf weinplaces.de – auf der von Gerlosteiner ins Leben gerufenen Seite, dreht sich alles um die schönsten Seiten und Orte zum Thema Wein, geschrieben von Fachleuten, Weinenthusiasten und Foodbloggern.Dort ist jetzt auch mein Bericht über den Besuch des Voyager-Estate erschienen. Auf einem der größten Weingüter Australiens erlebte ich ein wirklich großartiges Wine & Dine-Experience, eine Inszenierung in 5 Gängen, ein Menü dass einem die Weine, wie auch die Geschichte und Philosopie des Weingutes nahe brachte. Das Menü eine Gemeinschaftsleistung von Winzern, Küche und Sommelier – selten ist Weinmarketing ein so gelungener Genuß! Das Menü und alle Weine:

www.weinplaces.de/Voyager Wine & Dine

Die ganze Reise, alle Links:

Australien (1): a big night out in Perth
Australien (2): “Good fun – that’s what Craftbeer-Brewing is all about.” – Besuch der Feral Brewery
Australien (3): Mr. Wong rides the Bamboo
Australien (4): Streetfood in Perth
Australien (5): Who needs Lobster! – Sardinenfischen vor der Westküste Australiens
Australien (6): Begegnung mit Poh Ling Yeow, Australiens bekanntester TV-Köchin
Australien (7): auf der Seite WeinPlaces.de: Voyager – Besuch mit Wine & Dine auf einem der größten Weingüter Australiens

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