Für Lieblingsmenschen: “Auf die Hand” mit persönlicher Signatur zum Fest verschenken

Posted on | November 28, 2014 | 3 Comments

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Ja ist denn heut schon Weihnachten! Noch nicht, aber das Fest der Liebe naht mit Brausen, Geschenkideen werden knapper und wir helfen gerne! Für Ihre und Eure Lieblingsmenschen signiere ich zum Fest mein “Auf die Hand“-Buch. Und zwar mit Wunschsignatur!

Blick ins Buch:

Und ich freue mich, dass ich Martina Olufs von der Hamburger Kochbuchhandlung KochKontor für für einen professionellen Versand der signierten Bücher gewinnen konnte. Mit Rechnung und innerhalb Deutschlands portokostenfrei!

Und so funktionierts: mailen Sie einfach Ihre Bestellung mit Ihrer Postanschrift und Wunschwidmung an:

info(at)koch-kontor(de).de

Beachten Sie dabei, dass ich Widmungen wie: „der schärfsten Ehefrau und Köchin von allen“ mit meinem Namen unterschreibe, das könnte für alle Beteiligten zu unangenehmen Verwicklungen und unberechtigten Vorwürfen führen. „Für Silke“ oder “Fröhliche Weihnachten” ist da beispielsweise viel unverfänglicher! Wenn Sie keine Wunschwidmung angeben, male ich gerne auch einfach nur schwungvoll meinen Namen ins Buch.

Das funktioniert auch für Firmen, statt Räucherlachsseite oder Christstollen mit Kärtchen, erhält jeder Mitarbeiter sein persönlich signiertes Exemplar von “Auf die Hand” – das freut und bleibt.

Bis zum 16.12.2014 läuft die Aktion, so ist gewährleistet, dass bestellte und signierte Bücher im Bedarfsfall auch noch pünktlich zum Fest weiter versenden werden können. Das Kochkontor verschickt einmal die Woche, die letzte Bestellung am 17.12.2014 – selbstverständlich liegt der Sendung die Rechnung bei, der Versand innerhalb Deutschlands ist portokostenfrei!

Trailer:

PS:
Buchhandlungen, die für ihre Kunden ebenfalls signierte Exemplare bestellen wollen, wenden sich gerne direkt an mich – das gibts nicht bei Amazon!

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Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote
Von Stevan Paul und Daniela Haug
Christian Brandstätter Verlag
ISBN 978-3-85033-812-7
Format 19 x 24 cm
284 Seiten, ca. 200 Abbildungen
Hardcover
Preis € 34,90, sfr 46,90,
Erscheinungstermin 6. Oktober 2014

KüchenKalender – für wo auch immer und ewig

Posted on | November 27, 2014 | No Comments

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Ich bin ja nicht so der Kalender-Typ, kopfschüttelnd sieht man mich zu Jahreswechselzeiten durch die Buchhandlungen stromern, alles vollgehängt mit Riesenkalendern zu jedem Thema menschlichen Seins, wer hängt die nur alle wo auf, frage ich mich kopfschüttelnd. Und dann gerne auch so lieblos. Grade in der Kulinarik-Ecke. Zack, zwölf großformatige Rezeptfotos oder Gemüsestilleben zusammen getackert und zum Preis eines guten Kochbuchs verkauft. Darf man natürlich nicht alle in einen Topf schmeißen, gibt auch Augenweiden da, aber, naja. Ich bin eben nicht so der Kalender-Typ.

Aber ich mag ja Küche, ich mag Lyrik (es gibt hier sogar eine kleine, kulinarische DichterInnen-Rubrik im Blog) und ich bin schon sehr lange verliebt in gute Illustrationen. Und darum wurde ich auch mehr als Schwach beim immerwährenden KüchenKalender der Lyrikerin und Journalistin Anna Breitenbach, illustriert von der Künstlerin Maren Profke. Wunderschön! Vor allem aber: mit Humor. Und zwar gutem Humor. Von der klugen Sorte. Schmunzel statt Schwurbel. Und die Bilder sieht man immer wieder gerne und die Gedichte liest amn immer wieder gerne – ich weiß das, denn der schlanke Kalender hängt schon gut ein Jahr bei mir und ich freue mich aufs Wiedersehen im neuen Jahr.

Den Kalender (19 Euro) kann man z.B. online über DaWanda bestellen (da gibst auch ‘ne Vorschau!), oder einfach auch im gepflegten Buchhandel danach fragen.

Geht doch.

Kutur Spiegel “Streetfood” mit dem “Auf die Hand X-mas Burger”

Posted on | November 25, 2014 | 1 Comment

Ja ist denn heut schon Weihnachten! Im neuen SPIEGEL (Nr 48 /24.11.14) findet sich innenliegend der “Kultur SPIEGEL” mit dem Schwerpunkt Streetfood!

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Darin mein Rezept für den “Auf die Hand” – X-mas Burger (ich sag nur Haselnuss-Brioche-Burger-Bun, Portwein-Cranberrybutter, Beef und Chili-Birnen!), fotografiert von “Auf die Hand” Fotografin Daniela Haug!

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Außerdem 24 der besten Streetfood-Adressen in Deutschland, von der Redaktion getestet, und ein Gespräch über die Streetfood-Bewegung, dass der Journalist Tobias Becker mit mir führte. Interview, Burger und Lieblingsadressen gibt es (toll gestaltet!) im Kultur SPIEGEL Heft 12 und für Neugierige auch als E-Paper:

Kultur SPIEGEL Dezember 2014 / Heft 12 Streetfood

Radio hörn: “Auf die Hand” meets Küchenfunk – ein kulinarischer Podcast

Posted on | November 23, 2014 | No Comments

koecheDie Jungs vom Küchenfunk

Seit 2013 gibt es den Küchen-Funk und jeden Sonntag einen neuen Podcast aus der Funk-Küche – die Gastgeber reden mit wechselnden Gästen übers Essen, Kochen, Genießen und all die anderen Dinge, die Menschen umtreiben, die sich jeden Tag mit der Kulinarik beschäftigen.

Gastgeber Christian Lersch vom Küchenjunge -Blog kenne ich nun schon eine ganze Weile, zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten haben wir uns auch schon getroffen, einmal sogar zusammen gekocht und so wurde die Einladung zu einer Küchenfunk-Sendung zum freundschaftlichen Gespräch über “Auf die Hand”, Streetfood, Craftbeer, Weine, Kochen im Urlaub, Foodcamps, die Wine Vibes, eine Markthalle in Denia, das legendäre Porkcamp und vieles mehr.

Anfangs hakts ein bißchen mit dem Ton, dafür gib es auf keinen Fall das Beste aus den Achtzigern und Neunzigern und das Beste von Heute, sondern 1 Stunde und 15 Minuten Kulinarik-Talk zum Anhören in der Küche, auf dem Sofa, am Lieblingsplatz.

Tasse Kaffee und nach dem Klick gehts los:

Küchenfunk mit Christian Lersch und Stevan Paul

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Tantris – eine Legende wird besichtigt

Posted on | November 11, 2014 | 4 Comments

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Um zu verstehen, hilft der Blick in die Vergangenheit. Das ist in der Geschichte so, das gilt für die Kulinarik – und die Geschichte der neueren gehobenen Gastronomie in Deutschland fand ihren Anfangspunkt zweifelsfrei im Tantris, jenem Restaurant, dass der Bauunternehmer Fritz Eichbauer 1971 eröffnete: „Weil ich zuhause, in München gut essen wollte!“ und dem Vorsatz: „Hier darf gelacht werden!“ Die Münchner lachten erstmal nicht über die überbordende, innenarchitektonische „Ungeheuerlichkeit“, des Schweizer Architekten Prof. Dr. Justus Dahinden, farbenprächtig, fröhlich, pompös, elegant auf eine ganz neue, ungesehene Art. Das forderte das Publikum damals ebenso wie die Küche des jungen Eckart Witzigmann. Es war eine Zeit in der die Cremé Fraîche in Deutschland nahezu unbekannt war und Witzigmanns rosa (!) gebratene Ente Thema eines Zeit-Artikels war, geschrieben vom jungen Motorsport-Journalisten Wolfram Siebeck, der Witzigmann zitiert: „…sein Problem sind die Gäste. Die Franzosen kochen auch nicht besser als wir, sagt er stolz und verzweifelt sogleich, die haben bloß die besseren Gäste!“

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Solche Erinnerungen, Zeitdokumente, viele wunderbare Schnappschüsse und Fotografien versammelt der prächtige Band „Tantris“, der jetzt im Callwey Verlag erschienen ist und hier das vielleicht wichtigste Kapitel der deutschen Gastronomiegeschichte erzählt: das Tantris war geradezu eine Schule des guten Geschmacks für die Deutschen und die Lehrbeauftragen hießen Eckart Witzigmann, Heinz Winkler und Hans Haas. Legenden allesamt und viele ihrer Meisterschüler heute selbst legendäre Köche. Und Hans Haas, der seit 1991 die Geschicke der Tantris-Küche leitet, erkochte mit seinem Team gerade erneut die zwei Sterne im Micheln, die hält Haas seit 2009 ununterbrochen. Ebenfalls legendär, die große Sommelière Paula Bosch, die auch als herzliche und unprätentiöse Gastgeberin 20 Jahre lang das Tantris prägte. Paula Bosch arbeitet heute als selbstständige Weinberaterin, seit 2011 ist Justin Leone der Herr des Weines und führt das Erbe geschichtsbewusst, aber doch auf ganz eigene, wunderbare Weise fort.

Ein weiter Weg wars bis dahin, doch bereits in den 80er Jahren strahlte die Innovationskraft des Hauses in viele Restaurantküchen Deutschlands, das Tantris war der Ort zu dem alle Köche blickten und als ich 1988 meine Kochlehre bei Albert Bouley im Restaurant Waldhorn in Ravensburg begann, war die Nouvelle Cuisine in Deutschland angekommen, wir tüftelten an der euro-asiatischen Version, doch Albert Bouley verordnete uns den Blick nach München: verstehen, lernen, weiterentwickeln – wir Lehrlinge waren voll des Respekts und lauschten gebannt bis kopfschüttelnd den Geschichten aus München, die uns jene Köche erzählten, die dort schon gearbeitet hatten.

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Im vergangenen Frühjahr verbrachte ich einige Wochen in München als Autor und Teil des Tim Mälzer-Produktionsteams für Tims neues Buch „Heimat“ und ich hatten in dieser Zeit das Glück und die Gelegenheit ein Menü im Tantris zu genießen. Diese unglaubliche Architektur, sie funktioniert immer noch, oder besser den je, es ist eine Freude in diesem Raum zu sitzen, energetischer Pop, kein Foto kann vermitteln, wie dieses Gesamtkunstwerk wirkt und sich auf Publikum und Gäste überträgt, die Stimmung ist heiter, entspannt. Gut, dass Gebäude und Einrichtung längst unter Denkmalschutz stehen. 2002 wurde das Restaurant komplett renoviert und dabei aufwendig der Original-Zustand der 70er Jahre wieder hergestellt. Dafür mussten Teppich mit den Originalmustern neu gewebt werden, in Italien wurden Lampenschirme nachgebaut. Heute staunen wir, ein Erlebnis allein der Raum.

IMG_5328Klick für Großansicht(Foto: NutriCulinary)

Das Menü eine Offenbarung, eine schnörkellose, handwerklich extrem exakte Küche, die ihre Meisterschaft aus der Kombination der Aromen bezieht, eigentlich schon wieder neu, in der schmeckbaren Rückbesinnung auf die Klassiker, die hier umsichtig modernisiert wieder erstrahlen, wie beispielsweise das pochierte Ei und Entenleber und Perigord Trüffeljus oder Ravioli vom Wollschwein mit eingelegtem Radi. Und Justin Leone möchte man am liebsten mit nachhause mitnehmen (Fragen Sie einfach nach dem Burgund).

Diese Tage im Mai, waren auch die Tage in denen eben jener prächtige Callwey Band (teil-) produziert wurde und ich hatte Gelegenheit sowohl Hans Haas wie auch Eckart Witzigmann kennenlernen zu dürfen. Bescheidenheit ist beider Männer Zier, nur kein Aufheben, beide strahlen eine große Gelassenheit aus, die ungebrochene Freude am Nachdenken über Kulinarik und Genuss eint die Meisterköche ebenfalls und ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass die Herren Spaß hatten, beim Fototermin.

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Denn fürs große Tantris-Buch begaben sich Witzigmann, Winkler und Haas alle drei nochmals in die Küche des Trantris um für den Kochbuchteil groß aufzukochen. Witzigmann zeigt 10 Klassiker aus seiner Zeit im Tantris (1971-1978.Heinz Winkler weitere 10 Klassiker aus seiner Zeit (1987-1991) und Hans Haas ganze 30 Klassiker seiner Küche, seit 1991.

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Im Bild, links: Petersfisch in Champagnersauce mit Rotkohl, Heinz Winkler – Oben: Crépinetten vom Lammsattel, Eckart Witzigmann – Unten rechts: Marinierter weißer Spargel mit sautierten Langoustine und Yuzu-Terrine, Hans Haas

Viele Kombination schauen machbar aus und laden zum Nachkochen ein, sie stammen aus einer Zeit, in der Aromen, Komposition, Geschmack und Handwerk im Zentrum eines Tellers standen, wunderschön anzusehen eben auch, nur ohne das modische Zauberwerk aus geringelten Gemüsestreifen, Schaumwölkchen, salzigen Macaron und Geleewürfel-Landschaften. Auch Fotograf Joerg Lehmann hat auf unnötige Gimmicks verzichtet, das Essen ist der Star, vom Licht des Fotografen zart gerahmt. Lieblingsteller im Buch und ein überraschendes Wiedersehen mit diesem geriffelten Glasteller, der damals wie heute ein schweres Ärgernis für den Service darstellte: der ohnehin schon schwere Teller verdoppelte mitunter auf dem Weg zum Gast sein Gewicht.

Wie grandios durchdacht das Tantris-Buch ist, zeigt sich nochmals ganz besonders auf den letzten Seiten. Da finden sich Weinempfehlungen von Paula Bosch und Justin Leon, die zu jedem Gericht erklären, welcher Wein und warum dieser so gut passt. Knaller! Und im Anhang gibt es nochmal eine Verbeugung vor all jenen die in den letzten Jahrzehnten dazu beitrugen, das Tantris zur Legende zu machen: in alphabetischer Reihenfolge sind ehemalige Mitarbeiter gelistet, seitenlang finden sich Azubis, Chefs de Cuisine, Büffet- und Servicekräfte, Spüler und Wäscher, festgehalten sind Namen, Geburtsjahr und die Dauer der Tätigkeit. Schön, dass daran gedacht wurde, denn eine Restaurant ist Mannschaftssport – wobei das Tantris immer schon die besten Trainer hatte.

Das Tantris-Buch bietet eine wunderschön gestaltete, durchdachte und informative Zeitreise zu den Anfängen und in die Geschichte der deutschen Hochkulinarik, erhellend und interessant. Das hier besprochene Tantris-Koch- und Lesebuch gibt es in einer Ausgabe für 49.95 Euro. Für knapp das zehnfache, nämlich 495 Euro, gibt es die auf 400 Exemplare limitierte Tantris Collector’s Edition.

Blick ins Buch:

Zum Weiterlesen für Interessierte gibt es hier im Blog zwei weitere Texte und Empfehlungen, die sich mit Eckart Witzigmann und den ersten Jahren des Tantris beschäftigen. Sehr empfehle ich nach wie vor Eva Gesine Bauers grandiose Witzigmann-Biographie “Hamlet am Herd”, sowie die Neuauflage des Witzigmann-Kochbuch-Klassikers “Highlights”. Interessant dürfte eventuell auch mein Beitrag zu den Jeunes Restaurateurs sein, geschrieben anlässlich des 40sten Geburtstages des Tantris, in einem wundervolle Buch sind die Erben von Witzigmann, Winkler und Haas portraitiert und kochen groß auf.

Asiatische Küche und Deutscher Wein – Die Kunst des Kombinierens

Posted on | November 9, 2014 | 5 Comments

Anläßlich der Veröffentlichung einer brillanten (soviel schonmal vorweg) Magazin-Broschüre mit dem Titel “Asiatische Küche trifft Riesling & Co”, baten die Herausgeber vom Deutschen Weininstitut vergangene Woche zum prasxisbetonten Wine & Dine Seminar in Hamburg mit den Autorinnen: Sommerliere und Buchautorin Christina Fischer und Sterneköchin Sarah Henke. Ein ganz besonderer kulinarische Glücksfall auch, weil die gebürtige Koreanerin Young Sun Sarah Henke, die im A-ROSA (Restaurant Spices) auf Sylt einen Stern erkochte, derzeit ihren Wechsel in ein neues Restaurant vorbereitet und darum eigentlich momentan nicht öffentlich für Gäste kocht. Und die vielfach ausgezeichnete Sommelier Christina Fischer aus Köln, durfte ich im Workshop lernen, vermag es aufs Schönste fachkompetent, unprätentiös, mit Charme und Humor für Weinwissen zu begeistern.

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Für Broschüre und Semiar hatten die beiden gemeinsam representative Restaurants der Asiatischen Küche in Deutschland und Großbritannien besucht, thailändisch, vietnamesisch, chinesisch, indisch und japanisch gekocht, gegessen und gemeinsam mit den Gastronomen unzählige deutsche Weine verkostet – analysiert, strukturiert, sortiert, verworfen, entdeckt. “Asiatische Küche trifft Riesling & Co” versammelt jetzt die Erkenntnisse der langen Reise, das komplexe Thema wurde verständlich, systemisch und hochinformativ aufgearbeitet, dazu gibt es viele Weinempfehlungen, Weincharakterisierungen und beispielhafte Rezepte von Sarah Henke!

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In der Praxis starteten wir an diesem Mittag in Kev’s Kitchen mit Gemüsetempura (rote Paprika, Zucchini) mit Dashi und Vietnamesischen Frühlingsrollen mit geröstetem Fleisch und Nunoc Man, tranken dazu einen 2013 Weißburgunder von Stefan Steinmetz von der Mosel, einen 2012 Würzburger Silvaner vom Bürgerspital, Franken (Hammer!) und den 2013 Spätburgunder “Blanc de Noirs” Mayschloß-Altenahr – wie lernten, dass zu zart gewürzten Speisen eben jene fruchtbetonten, süffigen Weine mit moderater Säure besonders gut passten und in der Symbiose mit dem Soja-Dashi-Umami sogar noch an Charakter gewannen.

Zu Edamame (den gesalzenen grünen Sojabohnen), frischem Goi Du Du, einem grünen Papayasalat, und Sushi-Variationen gab es einen 2013 Sauvignon BLanc von G.&B. Knewitz aus Rheinhessen, einen 2013 Scheurebe vom Weingut Daniel Schmitt, ebenfalls Rheinhessen und den superfantastischen 2012 Ipfhöfer Kronsberg Scheurebe Kabinett Halbtrocken von Emmerich aus Franken. Alle Weine eine Offenbarung, der Emmerich aber, erfuhren wir von unseren Gastgeberinnen, sei wieder und wieder bei den langen Blindproben zum Lieblingswein erkoren worden, ein Allrounder der zu vielen asiatischen Speisen passt!

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Der Sushiteller alleine eine spannende Challenge mit Wasabis-Schärfe, Aal Unagi mit gegrilltem Aaal und Teriyakisauce, Nigiri Sushi mit Oktopus und Nori, California Rolls inside out mit Surimi, Avocado, Gurke, Mayo und Fischrogen. Hier machte der 2013er Rheingau Riesling Kabinett von Vollrads für mich das Rennen. Schöne Restsüße, trotzdem erfrischende Säure, toll ausbalanciert, perfect match insbesonder zur California Roll- und in sechs Jahren auf seinem Höhepunkt, verriet Christina Fischer.

Keine Beschaffungs-Sorgen übrigens! Die ganz konkret ausgeschenkten Weine der Probe nenne ich nur für Interessierte, es waren beispielhafte Weine zu den unterschiedlichen Gerichten. In der Broschüre selbst finden sich ganzheitliche Charakterisierungen passender Rebsorten und Weine. Zum Sushi wurde auch ein halbtrockener 2013 Bacchus vom Weingut und Romantikhotel zur Schwane in Volkach, Franken gereicht – top! Zum Aaal konnte der 2013 Bötzinger Spätburgunder Rosé vom Kaiserstuhl punkten, der passt auch gut zu Schinkenbrot und hatte keine Probleme mit dem Aaal – im Gegenteil: Wein und Speisen wuchsen (wie so oft während dieser Proben) miteinander und über sich hinaus.

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Dann wurd es scharf und sehr würzig: der rotgeschmorte Schweinebauch “Hong Shao Rou” findet sich auch in meinem “Auf die Hand“-Kochbuch (S. 85) in einer solchen Qualität aß ich ihn allerdings noch nie, großartig! Ingwer, Sternanis, deutliche Schärfe – dazu soll Wein passen? Aber wie! Zum Beispiel der 2008 Riesling Kabinett, ein Süßwein vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier an der Mosel. Geradezu erfrischen dazu. Knaller.

Süßweine auch zu den süß gewürzten Yakitorispießen, dem süß-saurem Schweinefilet und der besten Tom Yaam Goong Suppe die ich je aß. Mein Favorit dabei und ganz besonders zum Schweinefleisch süß-sauer: der 2012 Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling vom Weingut Leitz mit einem Restzuckergehalt von 69,2 g/l. Ausprobieren! Süßer Wein zu süßem Essen, das war die Fausregel und wir kamen auch in den Genuß von 2012 Engelshöller Bernstein Riesling Spätlese vom Weingut Lanius Knab sowie dem 2012 Bacharacher Wolfshöhlen Riesling Spätlese vom Weingut Ratzenberger Bacharach, beide vom Mittelrhein.

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Zum Tandoori-Lachs mit Senfkruste und einer tiefen, komplexen und reichen Pho Bo Nudelsuppe mit Rindfleisch wurden, neben einem sehr jungen, trockenen 2012 Chardonnay “Barrique” vom badischen Weigut Huber aus Malterdingen, auch zwei Rotweine gerreicht. Insbesondere zum perfekt gebratenen Lachs passte da der 2011 Spätburgunder “Kalkmergel” vom Weingut Braunewell aus Essenheim in Rheinhessen perfekt.

Richtig scharf zum Abschluss dann Gaeng Krua Gling Pa (trockenes grüne Bohnen-Curry mit gebratenem Oktopus, nicht auf den Bildern) und Mapu-Tofu-Mala, Letzteres eine atemberaubende Angelegenheit, die nach dem ersten “Schrecken” süchtig macht. Dabei halfen zwei Süßweine, der 2013 Blankenhornsberger Muskateller Auslese vom Staatsweingut Freiburg, der den scharfen Speisen mit langer Würzigkeit auf Augenhöhe begegnete. Der zweite Wein noch “besser”, eine 2013 Beerenauslese aus der nicht so ganz geläufigen Siegerrebe vom Weingut Neef-Emmrich aus Rheinhessen. Groß!

Ich war an diesem langen, genußreichen Mittag Gast des Deutschen Weininstitutes und danke herzlich, ganz besonders Christina Fischer, Sarah Henke und den beteiligten Winzern, die uns ein außergwöhnliches, lehrreiches Seminar schenkten. Das Schönste aber ist, dass sich das für alle Interessierten zuhause nachvollziehen lässt: in der Magazin-Broschüre “Asiatische Küche trifft Riesling & Co” stellt Christina Fischer in einem leicht verständlichen System die klassischen Weintypen und Rebsorten vor, beschreibt asiatische Zutaten und ihre Eigenschaften, bringt schließlich beispielhaft zusammen, was gut zusammen geht. Dazu gibt es alle 16 Rezepte von Sterneköchin Young Sun Sarah Henke dazu! Es wird erklärt, was in Nase und Mund pasiert und welche Kombinationen darauß resultieren. Ich habe auch über das Asia-Thema hinaus, in dieser Broschüre viele Anregungen für Foodpairing gefunden.

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Die Broschüre gibt es für 5,- Euro im Onlineshop des Deutschen Wein Institutes:

http://shop.deutscheweine.de/index.php/homepage-produkte/asiatische-kueche-trifft.html

PPURA: Eine Pasta kaufen – eine Kinderportion spenden

Posted on | November 8, 2014 | No Comments

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Im Juli 2012 begeisterten mich Cemal Cattaneo und Maurizio Floccari von PPURA (– handwerklich hergestellte Bio-Produkte) mit Ihrer Pasta aus feuergeröstetem Weizen. Aus dem ersten Kontakt ist eine kleine Freundschaft entstanden, Cemal und ich kennen und schätzen einander mittlerweile auch persönlich. Umso mehr freut es mich dass die PPURA-famiglia wieder einmal weiter gedacht hat und sich fürs Winterhalbjahr eine ganz besondere Charity-Aktion ausgedacht haben.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutsche Tafel e.V. spendet PPURA von November 2014 bis März 2015, für jede Packung der entsprechend gekennzeichneten PPURA-Pasta eine Kinderportion der Original PPURA Hartweizenpasta an die Tafeln. Das sind jeweils 40g pro 250g Pasta ein Sechstel jeder Packung. Diese werden dann durch die gemeinnützigen Tafeln gezielt an bedürftige Familien mit Kindern verteilt, um diesen neben einer ausgewogenen Ernährung auch Freude am Pastagenuss zu ermöglichen.

Dazu wird der stellvertretende Vorstand des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V., Ludwig Geissbauer in der Pressemeldung zitiert: „Haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis und andere Getreideprodukte werden den Tafeln aufgrund der langen Lagerfähigkeit nur selten gespendet. Dabei sind sie ein wichtiger Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Umso mehr freuen wir uns über das Engagement von PPURA und bedanken uns herzlich für die tolle Pasta-Spendenaktion!“.

Start der Aktion war der 01.11.2014, bis heute (08.11.) wurden bereits 8024 Portionen gespendet! Der aktuellen Spendenumfang und weitere Informationen finden sich während des Aktionszeitraums auch immer wieder auf der PPURA-Facebook Seite.

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Besuch beim 4. Food Truck Roundup in Nürnberg

Posted on | Oktober 21, 2014 | 1 Comment

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Das vergangene Wochenende verbrachte ich auf Einladung der Bayern Tourismus Marketing GmbH in Nürnberg und Franken beim Foodcamp Franken. Gemeinsam mit zwei dutzend Foodbloggern besuchten wir u.a. Arnd Erbel, einen der wahrscheinlich besten Bäcker Deutschlands, konnten in der Landmetzgerei Seefried selbst wursten und lernten spannende Winzer kennen, ua. Weine und Sekt von Stahl und Naturweine von 2Naturkinder.

Natürlich haben wir auch zusammen gekocht, am ersten Abend ein großes Menü im Essigbrätlein genossen und am Sonntag auf der Kirchweih im Wirtshaus der Brauerei Brechtel Karpfen probiert. Eein großartiges Wochende zu dem sich überall im Netz unter dem Hashtag #fcfr14 ausführliche Berichte und tolle Bilder finden. Fotografin Daniela Haug und ich entfernten uns einen Nachmittag von der bunten Truppe und besuchten, ganz unter dem Einfluß unseres “Auf die Hand” Buches, das 4. Food Truck Roundup in Nürnberg besucht und sind der Frage nachgegangen, warum ausgerechnet dort die Food Truck Szene so groß ist.

Der Bericht, ein Gespräch mit den Machern und viele Fotos von Daniela Haug jetzt im “Auf die Hand Blog”!

“Auf die Hand” – mein neues Kochbuch ist da!

Posted on | Oktober 6, 2014 | 4 Comments

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Ein Herzensprojekt, anderthalb Jahre vergingen von der ersten Idee bis zum fertigen Buch und ich hatte das Glück, mit den Besten arbeiten zu können: heute erscheint im Christian Brandstätter Verlag mein neues Kochbuch “Auf die Hand”, knapp 300 Seiten mit Rezepten und Reportagen zur neuen Streetfood- und Brotkultur. Im Trailer erzähle ich ein bißchen von der Idee zum Buch:

Fotografiert von der Berliner Fotografin Daniela Haug, gestaltet von Miriam Strobach (LE FOODINK)ist das Buch zur neuen Streetfood- und Brotkultur ab heute überall erhältlich, wo es Bücher gibt! Es ist groß, es ist dick, es ist schwer (1,195 kg), es fühlt sich gut an und lässt sich streicheln.

Noch mehr Infos zum Buch gibt es heute im Blog zum “Auf die Hand”-Buch!

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen, beim Stöbern und Blättern, beim Lesen und Entdecken! Der kleine Genuss auf die Hand passt gut in unsere hektische Zeit.
Nehmen Sie sich die Zeit, ihn zu genießen.

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Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote
Von Stevan Paul und Daniela Haug
Christian Brandstätter Verlag
ISBN 978-3-85033-812-7
Format 19 x 24 cm
284 Seiten, ca. 200 Abbildungen
Hardcover
Preis € 34,90, sfr 46,90,
Erscheinungstermin 6. Oktober 2014

Zum Tag der Deutschen Einheit: so schmeckt(e) die DDR!

Posted on | Oktober 3, 2014 | No Comments

Erichs Erben nennen sich die Macher des Ostdeutschkochen-Online-Videokochbuch, dass die traditionellen Rezepte der DDR aufleben lässt und in kurzen Filmen zeigt, wie die Klassiker von damals zubereitet werden.

Das ganze gibts als aufgeräumtes Videoportal bei Youtube und als etwas weniger aufgeräumtes Blog.

NutriCulinary wünscht schöne Wiedervereinigungfeierlichkeiten.

Freundschaft!

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