Exklusiv: frische „Wochenend“-Pralinen von Mario Mäth
Posted on | März 30, 2009 | 11 Comments
Am vergangenen Samstag war Premiere im Kaffee- und Teekontor „Claus Kröger“ in Altona: erstmals präsentierte Konditor Mario Mäth seine frischen Pralinen zum Wochenende.
Die kleinen Köstlichkeiten kommen top-frisch aus der Mäth´schen Manufaktur und müssen auch baldigst verzehrt werden. Mäth verzichtet bei seinen Kreationen auf Konservierungsstoffe, die gewünscht kurze Haltbarkeit ermöglicht zudem ganz neue Rezepturen und Zubereitungsarten, einen Unterschied den man schmecken kann. So präsentierte Mäth am Samstag zum Beispiel eine Himbeerpraline die mit frischem Himbeermark zubereitet wurde, geschmacklich eine schlichte Sensation. Insgesamt sind Mäths frischen Pralinen sehr leicht und haben einen unvergleichlich weichen Schmelz. Auch bei den Kompositionen geht Mäth neue Wege, arbeitet mit Meersalz, Bienenhonigschaum und ausgewählten Schokoladen, die kulinarische Kunstfertigkeit Mäths offenbart sich im Detail:

Noch recht gewöhnlich kommt die erste Kreation daher. Die zart schmelzende weiße Trüffelmasse mit fein gerösteten Nüssen löst sich aber außergewöhnlich cremig auf, zergeht auf der Zunge wie flüssige Sahne. Ein geschmeidiger Einstieg.

Die weiße Birnen-Praline birgt im Inneren eine feine Marzipanmasse mit gerösteten Mandeln, die Mäth mit extra wenig Puderzucker hergestellt hat, um das Mandelaroma nicht mit zu üppiger Süße zu überlagern. Von einem befreundeten Brenner kommt der Birnengeist, der erstmal gar nicht auffällt, dann aber im Abgang sein reiches Aroma überraschend üppig entfaltet, ein zweistufiger Genuss!

Der gespritzte Schokoladen-Trüffel überzeugt wieder durch diesen sagenhaften Schmelz, die Ganache aus belgischer Kuvertüre, Sahne und Butter schmeckt köstlich rund.

Ähnlich weich und tief nussig schmeckt der Nougat-Berg, ich aß noch nie besseren Nougat, hier steht das Produkt im Vordergrund in seiner Qualität und Schlichtheit sehr überzeugend.

Eine Pastis-Praline! Die Dossierung macht es, unter der knackig-dünnen Schokoladenhülle findet sich eine tiefdunkle sehr schokoladige Creme die deutlich den Pastis schmecken lässt, ohne die Schokonoten zu übertönen, ein perfektes Zusammenspiel.

Jetzt kommt der absolute Knaller. Unter der puderigen Kakao-Schicht verbirgt sich ein ungeahntes Geschmackserlebnis: eine weiße Ganache mit Meersalz! Zunächst erlebt die Zunge die feine Süße, von irgendwoher kommt, sich stetig steigernd, dieser feine, mundwässernde Salzgeschmack, dazu das herbe Kakaopulver. Meisterhaft!

Mäth entlässt uns mit einem Karamell-Bonbon. Es ist nicht irgendein Karamell-Bonbon, es wurde mit Bienenhonig-Schaum veredelt, jener Schaum der sich bei der Honigherstellung oben absetzt. Vergleichbar mit dem Fleur du sel bei der Meersalzgewinnung zeichnet sich der Honigschaum durch sein intensives Aroma und eine feincremige Konsistenz aus. Das Karamell stippt Mäth nach dem Gießen in grobes Meersalz, einige wenige Körner heben das gesamte Bonbon geschmacklich deutlich an, ein köstliches und lang anhaltendes Vergnügen. Karamell und Salz, eine beinahe zwingende Kombination.
Die frischen Pralinen zum Wochenende gibt es erstmals am Ostersamstag den 11.April zu kaufen, dann immer zum Wochenende hin, exklusiv und einzig im Kaffee- und Teekontor „Claus Kröger“.
Claus Kröger.
Große Bergstraße 241
22767 Hamburg
Mario Mäth
Tags: Claus Kröger > frische Pralinen > Mario Mäth > nussmäthchen
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11 Responses to “Exklusiv: frische „Wochenend“-Pralinen von Mario Mäth”
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März 30th, 2009 @ 12:28
ist bei den schokolade bio bzw. fairtrade ein thema? dem konditor scheint das ja laut der website nicht unwichtig zu sein.
März 30th, 2009 @ 12:41
Katha, alle Zutaten sind aus kontrolliert biologischem Anbau und von höchster Güte, fairtrade ist interessant, da wäre nochmal nachzufragen.
April 2nd, 2009 @ 11:11
Schauen ja sehr verlockend aus, wieder ein Grund für einen kurzen Trip nach Hamburg.
Sollte Sie es einmal nach Wien verschlagen, http://www.fruth.at ist sehr zu empfehlen.
btw. Happy Birthday zum einjährigen Bestehen, ein treuer Leser aus Wien.
April 2nd, 2009 @ 12:42
Danke für den Tipp, Tom, es wird eh höchste Zeit wieder einmal nach Wien zu kommen, meine Gegenbauer-Essig leeren sich auch schon langsam.
April 7th, 2009 @ 19:44
Bin bereits in den Genuss gekommen dieses besondere Festival der Sinne zu erleben. Mein absoluter Favorit ist die Praline mit Meersalz. Es ist nicht nur ein Genuss den man erlebt, sonden ein Entdecken mit allen Sinnen. Durch die Schlichtheit wird die Überraschung noch größer. Ich freu mich immer diese Leckereien zu schnabulieren. Im übrigen die Caramelle mit Meersalz…. einfach himmlisch.
Ein Mann mit vielen Ideen und der Gabe diese geschmacklich umzusetzen.
Und dann noch soooo gesund .
April 8th, 2009 @ 05:42
Ja, die Meersalzkreationen sind wirklich oberklasse, am Samsatg ist es wieder soweit!
Mai 20th, 2009 @ 10:01
wie kann man den Konditor Mäth denn erreichen, wenn man seine Köstlichkeiten einmal versucehn will?. Verfügt er auch über eine Adresse?
Mai 20th, 2009 @ 18:29
Anne, da kann ich leider auch nur an die Internetseite verweisen. Oder einfach mal beim Kontor Kröger anrufen, wann die nächste Verkostung ist.
September 9th, 2009 @ 19:19
[...] Nicht zu fassen: es gibt sie, die Leute, die wissen, was das ist und seinen heimlichen Wert ermessen, dieses nirgends käuflichen, köstlichen Zeugs. Und dann noch köstlichere Sachen daraus zaubern können, wie Herr Paulsen in seinem (sehr lesenswerten) Nutriculinary-Blog schreibt. [...]
September 9th, 2009 @ 19:26
Tatsächlich – es gibt Menschen, die Honigschaum kennen! Und dann so schöne Dinge daraus machen. Da ich noch nicht lange blogge, möchte ich fragen, ob es in Ordnung ist, wenn ich auf einen Artikel zum Honigschaum in unserem Honigblog verlinke, den Du mit diesem Pralinenfeuerwerk angestoßen hast? Ich kenne die Gepflogenheiten noch nicht so.
http://neuerhonig.wordpress.com/2009/09/09/himmlischer-abfall/
September 10th, 2009 @ 05:38
Alles was kulinarisch weiter bildet und Genuß verspricht ist willkommen, Neuerhonig!