"Gegessen wird immer"-brand eins beleuchtet die "Überlebensindustrie"

Posted on | Mai 12, 2009 | 4 Comments

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Dies ist nicht Schlaraffenland. Dass die Lebensmittelbranche lebt, stellt brand eins Chefredakteurin Gabriele Fischer am Ende ihres Vorwortes zur aktuellen Ausgabe des Heftes fest, spricht vom Vorbildcharakter der „Überlebensindustrie“. Freilich ist auch hier das Zähneklappern lauter geworden, von Etat- und Personalkürzungen bis hin zum Preiskampf der Discounter. Gegessen wird immer. Die Frage ist nur was. Die Deutschen, ohnehin statistisch ausgewiesene Billigesser, gehen in der Krise immer seltener ins Restaurant, sparen zuerst an der Kleidung, dann schon am Essen. Dennoch: irgendwas muss der Mensch ja mampfen.

Hunger ist das erste Element der Wirtschaft, schreibt der Journalist Wolf Lotter in seinem Artikel über „Hunger“. Damit startet die durchweg lesenswerte Mai-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins mit dem Schwerpunkt Essen. Warum die Preise für Lebensmittel fast nirgendwo in Europa so niedrig wie in Deutschland sind, erklärt Unternehmensberater Andreas von der Gathen. Esco Schrader zeigt auf warum für 69 Cent Artikel wie Tütensuppen kaum weniger geworben wird wie für Autos und trotzdem ordentlich verdient wird. Stefan Scheytt hat Nestlé besucht, den größten Nahrungsmittelhersteller der Welt, ein spannender Einblick in das Unternehmen das derzeit 6000 Marken besitzt, u.a. Maggi, Mövenpick, Nesquik, Nespresso, Perrier, San Pellegrino, Caro, Thomy, Alete…

Überraschend auch die „wahre Geschichte der Hollandtomate“ von Carolyn Braun erzählt, sowie der Besuch bei den Stadt-Bauern von New York, Gerhard Waldherr kletterte durch Hinterhöfe und über Dächer. Chefredakteurin Gabriele Fischer und Jorunalist Christian Sommer haben sich mit Christian Rach über „schlechte Allgemeinbildung, gutes Essen und die Tücken der Betriebswirtschaft“ unterhalten, dabei wird deutlich dass der studierte Philosoph und Mathematiker Rach ein kluger Mann ist. Vom Aufstieg des Tofus und dem Niedergang Frankreichs als kulinarischen Grand Nation berichtet das Heft und nimmt zum Schuss Omas Apfelkuchen unter die ökonomische Lupe.

brand eins
Gegessen wird immer.
Der älteste Markt-und was wir von ihm lernen können.

Jetzt für den Preis von knapp 12 Tütensuppen am Kiosk erhältlich.

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4 Responses to “"Gegessen wird immer"-brand eins beleuchtet die "Überlebensindustrie"”

  1. katha
    Mai 12th, 2009 @ 06:56

    danke für den tipp. guter grund, wieder mal brand eins zu kaufen. und da ich das wochenende im ruhrgebiet verbringen werde (und mich schon vor der kulinarischen wüste fürchte), habe ich zumindest frische geistige nahrung im gepäck.

  2. Herr Paulsen
    Mai 12th, 2009 @ 10:05

    Im Ruhgebiet kenne ich mich nicht so doll aus, aber das Hackbarth´s in Oberhausen ist eine gute Adresse, Katha, falls sich das mit der Wüste bewahrheiten sollte:

    http://www.hackbarths.de/

  3. Ulrike
    Mai 12th, 2009 @ 13:11

    Wie sagte schon Otto? Alete k%tzt das Kind …, da werde ich mir dann auch ‘mal die interessanten Einblicke in diesen Konzern gönnen

  4. katha
    Mai 12th, 2009 @ 17:48

    danke, herr paulsen, für den tipp. ich bin in der gegend um hagen, da ist das fast zu weit weg.

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