Alkoholsteuer, nein Danke! Weinmacher Würtz macht mobil

Posted on | Mai 14, 2009 | 2 Comments

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Im Zusammenhang mit dem aktuellen Bericht der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing wird erneut über eine Einführung bzw. Erhöhung der Alkoholsteuer nachgedacht, besonders der Jugendalkoholismus soll mit dieser Maßnahme bekämpft werden. Nicht nur für den Weinmacher und Blogger Dirk Würtz ist das „versteckte Prohibition“ und schlicht der falsche Weg. Darum hat der engagierte Winzer jetzt die Initiative “Alkoholsteuer nein danke!” gegründet und sammelt über eine eigens dafür geschaffene Website Unterschriften für eine Petition, die er Sabine Bätzing überreichen will.

Durch die staatlich verordnete Verteuerung von alkoholischen Getränken nach skandinavischem Prinzip entstehen Brauern, Winzern, Produzenten und Gastronomie immense wirtschaftliche Schäden, erklärt Würtz:„Ein skandinavisches Alkoholsteuermodell in Deutschland würde einen in vieler Hinsicht bedeutenden Wirtschaftszweig in existenzielle Nöte bringen und über Jahrhunderte gewachsene Konsumkulturen zerstören, die auch Teil unseres kulturellen Lebens und unserer europäischen Identität sind.“

Zudem müssten künftig mündige Bürger für die Versäumnisse von Politik und Gesellschaft in Sachen Drogenprävention bezahlen. Denn beim Jugendalkoholismus handelt es sich, so Würtz:
„…um Auswüchse eines sozialen Problems, dessen Wurzeln gesellschaftspolitischer Natur sind. Wenn Sie Alkoholproduzenten jeglicher Art als schuldige Buhmänner für derartige Exzesse hinstellen, machen Sie es sich zu einfach. Die Alkoholindustrie, die Weinwirtschaft und die Brauereien durch hohe Steuern für das zu bestrafen, was die Politik und die Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten versäumt hat, ist nichts als politische Augenwischerei und populistisches Wahlkampfgetöse.“

Statt dessen fordert Würtz:„…konsequentes Anwenden der Jugendschutzgesetze sowie der bereits bestehenden Bestimmungen für den Alkoholverkauf, Druck auf die Eltern ihrer Verantwortlichkeit nachzukommen statt diese auf den Staat abzuschieben, verbesserte Aufklärung und Erziehung in den Schulen.“

Wenn Sie ähnlich denken und Dirk Würtz unterstützen wollen, können Sie sich auf alkoholsteuer-nein-danke.de registrieren und dort die Petition unterschreiben, oder in Blogs, Foren, per Mail und über Einbettung/Verlinkung der angebotenen Banner auf Ihrer Website potentielle Mitstreiter auf die Initiative aufmerksam machen. Blogs wie drink tank, talk-about-wine, yoo press, best-of-wine.com, Kreuznach Blog, Restaurantkritik.de, weinfreaks.de, Wein-Ratgeber.de, Nikos Weinwelten, Getränkereport, die Deutsche Getränkewirtschaft etc.. unterstützen die Initative bereits.

www.alkoholsteuer-nein-danke.de

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2 Responses to “Alkoholsteuer, nein Danke! Weinmacher Würtz macht mobil”

  1. multikulinaria
    Mai 14th, 2009 @ 07:45

    Hatte auch schon unterschrieben. Finde die Forderung gegen Erhöhung der Alkoholsteuer richtig, auch wenn ich die Darstellung, die Getränkeindustrie solle als Buhmann herhalten, nicht teile. Wie auch immer man das empfinden mag (als direkt betroffener Produzent wahrscheinlich etwas empfindlicher als der Rest der Nation), währe eine Steuer-Erhöhung und damit Verteuerung alkoh. Getränke aber kein Ausweg aus der Sinn-Krise unserer Jugend.

  2. Herr Paulsen
    Mai 15th, 2009 @ 06:03

    Richtig, und besonders trifft es die ohnehin schon angeschlagene Gastronomie, die einen Großteil des Umstazes aus dem Getränkeverkauf generiert.

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