
„Herr Metzger, ich glaub ihr Kotelett hat nen Kratzer.“ Diese schweinescharfe Sonderlackierung habe ich am vergangenen Wochenende in meiner Heimatstadt Ravensburg entdeckt. Der Wagen gehört zur örtlichen Metzger Walser & Schwaderer, deren Bratwürste mindestens genauso gut schmecken, wie die Bratwürste der örtlichen Metzgereien Grüninger und Buchmann. Bratwürste können die da nämlich alle.
Sensationell knackig „die Rote“, die am besten schmeckt, wenn sie etwas zu lang auf dem Grill lag und ordentlich Brand abbekommen hat, grob-würzig ist die gerauchte Bauernbratwurst mit Kräutern. Etwas ganz besonderes ist die „Geschlagene“. Diese Wurstspezialität ist anderswo im Schwäbischen auch unter den Namen Wollwurst, Nackerte oder Gschwollene bekannt. Zugegeben, die Namen sprechen nicht gerade für die feine Bratwurst die ganz ohne Darm daher kommt, aus zartem Brät von Kalb und Schwein gemacht ist, elegant abgeschmeckt mit Muskat und einem Hauch Zitrone. Probieren!
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Hehe. Die Idee stammt von Porsche(!) aus den 70er Jahren. Mit dem folgenden Wagen sind sie 1971 bei den 24 Stunden von Le Mans angetreten. Irgendwann fiel der Wagen aus und laut einer Legende meldete der Fahrer nur lakonisch an die Box „Die Sau ist tot“.
http://www.riggenho.com/pigsource.htm
Sensationell Don, Danke Dir für die Geschichte hinter der Geschichte!
Ich bekomme regelmäßig leuchtende Augen vor den Bratwurstvitrinen der Metzger in Großbritannien (sic!). Entenbratwurst mit Orangenschale, Lammbratwurst mit Honig und Lavendel, Schweinebratwurst mit Thymian oder verschiedenen grob geschroteten Pfeffern usw. In Oxford habe ich die Auslage mal fotografiert: Na, wie sieht das aus?
Das klingt sehr gut, eine Bratwurstkultur wo ich sie nicht erwartet hätte, ehrlich gesagt. Ich aß dort einmal Sägemehl in Pelle zum Frühstück.
Hab mal an einem Elsässer Wurststand Salami mit Lavendel probiert – das war schräg! Aber legga!!