Jetzt am Kiosk: Effilee #7-neu: auch alle aktuellen Rezepte online aufrufbar
Posted on | Oktober 31, 2009 | 6 Comments

Ja gut, ich arbeite als freier Mitarbeiter für Effilee, erlaube mir aber trotzdem eine eigenen Meinung und die ist: die werden immer besser! Die neue Ausgabe liegt schon wieder, verheißungsvoll schwerewiegender als die ersten Hefte, in der Hand, gefüllt mit zahlreichen lesenswerten Reportagen und kulinarischen Geschichten.
Geht auch gleich gut los mit der Frage: “Darf ich das Essen im Restaurant fotografieren?”, eine Frage die besonders Foodblogger oft umtreibt und auch hier im Blog schon oft Diskussionsgegenstand war. In Effilee antworten sechs prominente Köche und die Antwort fällt deutlich aus. Von Köchen handelt auch die Geschichte vom zweiten Leben der Köche. Evelyn Holst ist der Frage nachgegangen, wieviel Platz für Leben noch bleibt, jenseits der Küchenarbeit, und hat Viehzüchter, Tangotänzer und erfolgreiche Maler gefunden. Manuela Rüther hat in Köln die letzten Rossschlachtern besucht und die Geschichten der Pferdemetzger aufgeschrieben.

Auch die Rubrik “Ein Teller” gibt es wieder, diesmal erklärt Dreisternekoch Joachim Wissler, was er sich gedacht hat bei seiner Kreation “Champignonwiese”. Kristian Ditlev Jensen, Autor des wunderbaren Romans “Leibspeise” ( in Deutscher Übersetzung von der ebenfalls sehr wunderbaren Sigrid Engeler), schreibt in Effilee über “Sampuru”, die von Hand hergestellten Plastik-Essensimitationen in Japan. Und Herausgeber Vijay Sapre hat sich an Glutamat gewagt, erzählt von Dashi und Umami. Besonders angetan war ich vom Portrait der amerikanischen Food-Historikerin Barbara Ketcham Wheaton von Ursula Heinzelmann, faszinierend.

Gekocht wird natürlich auch, die Redaktion hat gemeinsam ein festliches Menü kreiiert, eine Amerikanerin, eine Japanerin und ein Mexikaner backen Pfannkuchen höchst unterschiedlicher Prägung. Von mir gibts diesmal ein süßes Mehlspeisen-Extra mit Zwetschgenknödel, Topfenpalatschinken, Kairserschmarrn, Buchteln & Co.

Außerdem habe ich wieder ein paar schnelle Teller für Sie gekocht und lehne mich mit der neuen Folge von Paulsens Deutschstunde gewohnt weit aus dem Fenster. Diesmal erzähle ich die Geschichte der Blauen Zipfel inspiriert von einem freundlichen Gastkommentator, der mir neulich hier ins Blog schrieb: “Preuße, kommst Du nach Franken: mach’ Dir Gedanken ! (Und dann erst den Mund auf…)”.

Neu ist, dass die Redaktion nicht erst nachträglich, sondern sofort alle Rezepte aus dem aktuellen Heft auf effilee.de zum Abruf anbietet, mit mundwässernden Fotos von Andrea Thode und teilweise durch Handgriff-Fotos ergänzt.
Eine empfehlenswerte Wochenendlektüre für ein hoffentlich: schönes Wochenende!
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6 Responses to “Jetzt am Kiosk: Effilee #7-neu: auch alle aktuellen Rezepte online aufrufbar”
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Oktober 31st, 2009 @ 11:07
Das mit den Rezepten ist der Hammer, das Heft kauf ich mir trotzdem…
Oktober 31st, 2009 @ 15:26
Auf die Geschichte mit den blauen Zipfeln bin ich aber gespannt und nicht nur, weil ich aus Bayreuth stamme und im Herzogkeller schon viele Bier getrunken habe (also fürs Essen war er zu meiner Zeit auch nicht berühmt). Vielleicht husch ich grad nochmal zum Bahnhof und kauf mir ein Exemplar.
November 1st, 2009 @ 12:05
und ein beitrag über albert bouley….. das waren noch zeiten…
November 3rd, 2009 @ 09:16
Claus, dann stimmt die Rechnung ja;-)
Isi, ich befürchte, das mit dem Essen hat sich nicht grundlegend geändert…
Edi, ich denk da in letzter Zeit wieder öfter dran:-)
Februar 9th, 2010 @ 20:58
Dass man die aktuellen Rezepte online abrufen kann, finde ich mutig. Ich würde gerne wissen, ob sich dieses Vorgehen in Zukunft auf die Leserzahlen auswirkt. Mich würde es jedenfalls nicht abhalten, die Zeitschrift zu kaufen.
Sag mal, Stevan, das Rezept Rote-Bete-Risotto mit Birne, ist das aus deiner Feder? Ich habe es heute nachgekocht, bin gerade dabei, den Blogeintrag zu schreiben und frage mich, wer der Autor ist.
Diesem mindestens Halbgott verleihe ich nämlich heute den Küchenlorbeerkranz für wunderbares Essvergnügen. Das Risotto war sensationell.
Februar 10th, 2010 @ 07:43
Hach, das freut mich jetzt aber, ja, das Risotto ist von mir!