Der Nikolaus macht in Olivenöl
Posted on | Dezember 8, 2009 | 5 Comments
Mit Staunen lese ich immer wieder in Foodblogs von kulinarischen Postsendungen, mit denen sich Foodblogger untereinander eine Freude machen. Da werden Chutneys und Öle um die Welt geschickt, Würste und Schinkenkeulen frankiert, Käse in geruchsdichten Umverpackungen zur Post getragen. Neidvoll las ich von diesen Verschickungen, in bunt bebilderten Beiträgen. Bis vergangenen Sonntag!
Eben hatte ich die zweite Kerze angezündet, da scholl die Türglocke. Ich bin Optimist und ging, um dem Nikolaus aufzumachen. Draußen stand aber nur die liebe Frau Brohmsen von unten. Frau Brohmsen ist immer zuhause, weshalb die Post bei Frau Brohmsen ein Zwischenlager eingerichtet hat und alle Sendungen im Viertel, über Standardbrief, einfach direkt bei Frau Brohmsen abgibt. Die liebe Frau Brohmsen entschuldigte sich wortreich bei mir, schon gestern sei dieser Karton angekommen, fröhlichen zweiten Advent.
Die Freude war groß! Das Päckchen ist von Mike vom Olivenölkontor, in dessen Olivenöl Blog auch viel gekocht wird. Mike hatte meine Ausführungen zu „kratzigem Olivenöl“ mit Fachkenntnis kommentiert und mir für den Praxisteil zwei Spitzenölen aus seinem Sortiment zukommen lassen:
ein toskanisches Olivenöl Podere Prataccio, neue Ernte von Produzent Peter Kollbach, ein qualitativ kaum zu übertreffendes Öl, schreibt Mike. Außerdem ein Öl aus Griechenland, Alisseos, in Bioqualität aus der Mani in der Provinz Messinias in Pigi-Platsas, produziert von der Familie Genth, ein Olivenöl „das auch Anfängern Spaß macht“, so Mike. Dazu handgeschöpftes Alisseos-Salz von der Küste der Mani, ein erhellender Artikel zum griechischen „Fleur de Sel“ mit Bildern von der Ernte findet sich hier in Mikes Blog.
Vielen Dank Mike, für diese genussvolle Lehrstunde!
Tags: Alisseos > Alisseos Meersalz > Olivenöl Blog > Olivenöl Genth > Olivenöl Peter Kollbach > Olivenölkontor > Podere Prataccio
Comments
Facebook comments:
5 Responses to “Der Nikolaus macht in Olivenöl”
Leave a Reply











Dezember 8th, 2009 @ 10:26
komisch, grade zu kratzigem olivenoel faellt mir toskanisches immer als erstes ein
vor 20 jahren haette das als fehlerhaft gegolten.
aber heute macht man das ja auch ueberall dran, egal obs passt oder nicht, hauptsache es war teuer, dann muss es ja schliesslich auch schmecken *stoehn*
sagen sie mir mal lieber, was ich zu weihnachten kochen soll. im hintersten nord-westen von italien, zwischen wallis und tessin eingeklemmt. murmeltier?
Dezember 8th, 2009 @ 10:46
Ich glaube eher, da hat sich was getan in den letzten zwanzig Jahren, Mike hat das hier gut erklärt:
http://nutriculinary.com/2009/11/28/dreistufige-gluckseligkeit-wie-das-gekochte-rindfleisch-zum-olivenol-kam-und-zu-welchem/#comment-2061
Und zum Murmeltier unbedingt ein Gläßchen Tessiner Feigensenf!
Dezember 8th, 2009 @ 16:45
Den würfe ich aber hochkant raus, den Nikolaus, machte er ins Olivenöl
Danke für die nette Werbung. Vielleicht sollte ich Frau Brohmsen auch noch ein Öl schicken, wo sie sich doch für andere so abplacken muss, und sich dafür auch noch entschuldigt.
Wünsche Dir und Deinen Gästen viel Genuss bei der Verkostung.
Dezember 9th, 2009 @ 06:45
Adventszeit ist Päckchenzeit. Schöne Überraschung.
Dezember 9th, 2009 @ 08:02
Der Nikolaus hat uns alles Öl abgekauft. Wir haben nichts mehr bis zur nächsten Ernte. Da haben wir ihn weiter zu Mike geschickt, – der hätte noch was von unserem Öl am Lager…..Falls die Frau Brohmsen ….
Grüße aus der Mani, wo das Alisseos-Öl gerade geerntet wird, bei 20 Grad im Schatten und Sonne