Fundstück der Woche: Logorama – ein Trademark-Thriller

Posted on | Mai 8, 2010 | 4 Comments

Ronald Mc*Donald läuft Amok, nimmt Kinder als Geiseln und bedroht Mr. Pringles, das Michelin-Männchen-Einsatzkommando geht vor einem Fast Food Café in Stellung. Mister Peanut und die M&Ms sind die ersten Opfer im gnadenlosen Trademark-Thriller des französischen Animations-Teams H5.

Der brillante Animations-Kurzfilm Logorama von François Alaux, Hervé de Crécy und Ludovic Houplain gewann in diesem Jahr den Oscar für den besten animierten Kurzfilm, wurde in Cannes und beim Sundancefestival gezeigt. Der Film spielt in und mit einer Welt aus Markenzeichen, Logos und Brands. Einige Markenzeichen werden nicht nur zum Leben erweckt, sie entwickeln auch überraschendes Eigenleben und Persönlichkeiten, die nicht so ganz zur verinnerlichten Markenbotschaft passt. Genial komische Konsumkritik, spannend und voller hintersinniger Anspielungen und Einfällen – bis zur letzten Sekunde.
17 Minuten die Sie sehen sollten.

[vimeo vimeo.com/10149605]

Und die Musik! Der Eröffnungssong ist von Dean Martin und heißt “Good morning life”, der finale Song ist von The Ink Spots und heißt “I don’t want to send the world on fire”. Für Musikauswahl und Sounddesign zeichnen humanworldwide.com verantwortlich.
(zuerst gesehen bei: Jens Blond)

Comments

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4 Responses to “Fundstück der Woche: Logorama – ein Trademark-Thriller”

  1. zorra
    Mai 8th, 2010 @ 07:26

    Stimmt, muss man wirklich gesehen haben. Danke für den Hinweis.

  2. Herr Paulsen
    Mai 9th, 2010 @ 08:43

    Bemerkenswert auch, was der Film nachträglich mit einem anstellt: gestern fuhr ich an einer Werkshalle mit übergroßem Michelinmännchen-Wandschmuck vorbei- und irgendwie hatte sich das Michelinmännchen für mich verändert. Und ob ich je wieder mit Meister Proper putzen kann ohne diese prägnante Stimme im Ohr…

  3. susanne
    Mai 9th, 2010 @ 15:25

    stimmt, sehr nett, das ganze. aber doch eigentlich nichts neues. ich meine, wer wie r. mc donald derart beruflich in die rolle des kinderverstehers gepresst wird, sucht früher oder später nach bewältigungsstrategien. und dass m. proper schwul ist, wundert auch keinen mehr, schliesslich sind das doch die männer, auf deren verständnis wir hausfrauen seit erfindung des trockensträuschens bauen können!

  4. Herr Paulsen
    Mai 10th, 2010 @ 05:23

    Jetzt wo sie es sagen Susanne!

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