Making of: Effilee kocht auf dem Melt! Festival 2011- Fotostrecke von Andrea Thode

Posted on | August 26, 2011 | 5 Comments

“Alles in Ordung?”, fragt mein Kumpel.
“ROCK AND ROLL!”, schreie ich. Ab jetzt ist mir ganz offiziell alles scheißegal.
(Kristian Ditlev Jensen)

Melt 2011

Für die aktuelle Ausgabe des Effilee Magazins sind Fotograf Andrea Thode, Produktionerin Hülya Yalcin und ich im Juli gemeinsam aufs Melt! Festival gefahren. Es galt den Beweis anzutreten, dass ein Musikfestival durchaus in kulinarischer Würde zu begehen ist. Vier Tage Selbstversorgen, Frühstück, zwei Hauptmahlzeiten und zwei Grillpartys, vier Tage kalte Getränke. Erstmal aber Zelt aufbauen.

Melt 2011

Zur Stärkung eine Runde frische, hausgemachte Ingwerlimonade. Hier freu ich mich noch. Eine Minute später bemerke ich: ich habe alles dabei. Nur den Grill nicht. Der steht in Hamburg. Im Hausflur. Wir sind dann nochmal zur Tankstelle.

Melt 2011

Dann doch noch: Restsonne mit Mixed Grill Kebap vegetarisch, grobe Bratwurst vom Lieblingsschlachter, Salat mit Apfel-Rosmarin-Vinaigrette.

Melt 2011

Frühstück aus der Heckklappe: Joghurtmüsli mit Obstsalat, am zweiten Tag Weißwurstfrühstück mit Bergkäse und Feigensenf, Rettich, Vollkornbrot, Knäcke, Tomaten mit Meersalz. Immer am Start: starker Kaffee mit handgeschlagenem Milschaum.

Melt 2011

Bass, Bass, wir brauchen Bass! Die Hauptbühne mit den beeindruckenden Kränen von Ferropolis – der Stadt aus Eisen und gigantischen Lichtkunst-Instalationen. Es ist atemberaubend schön da zu stehen. Und dann kommt der Bass.

Melt 2011

Lammeintopf mit Kartoffeln und zweierlei Bohnen. Blöd nur mit Riesentopf auf furzelig kleinem Gaskocher. Die Lösung: Gestänge vom Tags zuvor vom Wind zerfetzten Vorzelt recycelt!

Melt 2011

Abschied von The Streets. Ich denk mal Herr Skinner bleibt uns aber hoffentlich erhalten. Sonst noch gehört: DAF, Paul Kalkbrenner, The Drums, The Naked an Famous, Robyn, DJ Koze

Melt 2011

Bis zu zwanzig Leute besuchten uns jeden Tag am Zelt, es gibt reichlich und für alle: Bulgur-Currysalat mit Kichererbsen und Nüssen, saftige Steaks mit grobem Pfeffer, Meersalz und selbstgemachter Kräuter-Knoblauchbutter mit Zitrone, Backkartoffeln mit Perlzwiebel-Paprika-Quark.

Melt 2011

Do the Strand! Mit Paprika-Nudeeltopf mit Fetakäse und Salsicca-Hackbällchen

Melt 2011

Es war großartig. Darf man beinahe nicht Arbeit zu sagen. Alle Rezepte, das Geheimnis der Kühlung, ein perfekter (Arbeits-)Plan und noch mehr Fotos finden sich in der aktuellen Ausgabe der Effilee, die jetzt am Kiosk zu habe ist. Der hochverehrte Kollege Kristian Ditlev Jensen war übrigens für Effilee auf dem Roskilde Festival. Von ihm ist das schöne Zitat ganz oben. Kristian hat da nicht gekocht. Kristian hat überlebt. Seine Reportage “Wie man Roskilde überlebt” gehört zum Lustigsten was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Auch zu finden in:

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5 Responses to “Making of: Effilee kocht auf dem Melt! Festival 2011- Fotostrecke von Andrea Thode”

  1. Joerg Utecht
    August 26th, 2011 @ 13:55

    Ich hatte Ähnliches auf dem Juicy Beats vor – doch die Musik war zu gut.
    BTW: Wenn der Übergang “DJ Koze >>> folgendes Foto” beabsichtigt war, nenn ich’s gelungen.

  2. Herr Paulsen
    August 26th, 2011 @ 14:04

    Damn. Nee. Natürlich nicht. Sehr aufmerksam Jörg! Ich lass das jetzt mal so. Ein bißchen Spaß muss sein.

  3. Moneo
    August 26th, 2011 @ 14:48

    Dein Bericht vom Summerjam 2009 bleibt unerreicht. Vielleicht nächstes Jahr doch wieder dort mit Sir Peter schaulaufen? ;-)

  4. Hibi
    August 26th, 2011 @ 16:05

    Ich finde das Bild mit den alten Tagesfördertürmen ziemlich geil, die totale Industrienostalgie. Vor allem in Verbindung mit dem Baggersee. Die Stadt aus Eisen ist wirklich fantastisch, vor allem mit dem Lichteensemble. Ich wünschte als Weinblogger, gäbe es auch solche Möglichkeiten. Stattdessen muss ich für Lebouquet.org immer nur in alte, feuchte Keller :)

  5. Herr Paulsen
    August 27th, 2011 @ 09:30

    Ganz klarer Fall Moneo, nicht zu vergleichen, hier stellen eindeutig die Fotos den Mehrwert. Ich schwöre aber heute schon feierlich: 2012 kehre ich mit dem Gaskocher wieder zurück an die Ufer des Fühlinger Sees!

    Hibi, wir brauchen mehr Weinblogger auf Festivals!Immer mehr Menschen schleppen Weine auf Festivals, tauschen sich Glasweise vor den Zelten aus. Auf dem Melt! trafen wir den Graphiker eines Plattenlabels, der brachte immer schöne Franzosen zum Essen mit. Ein Weinblogger-Zelt, das wärs! Bevor wir nochmal, wie vor ein paar Jahren passiert, ein ganzes Festival lang am Pizzastand Prosecco trinken, vor lauter Verzweiflung.

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