„MarktKultur“, Hamburgs erster “Neighbourhoodmarket” startet! Interview mit den Organisatoren

Posted on | September 29, 2011 | 5 Comments

IMG_2815 MarktKultur-Macher:Marie Biermann, Max Schittek-Foto: Jonny Hagenah

Am kommenden Samstag, dem 08. Oktober, startet in Hamburg ein neues Wochenmarktkonzept, Marie Biermann und Max Schittek bringen mit MarktKultur, die Idee der Neighbourhood Markets endlich in die Hansestadt. Im NutriCulinary-Interview erzählen die Geschwister von Ihrem Projekt.

Stevan: Marie, Max, am kommenden Samstag gibt es erstmals Eure „MarktKultur“ in der Fabrik in Ottensen. Ihr kommt beide aus ganz anderen Berufen oder? Wie kamt Ihr zur Idee, einen wöchentlichen Nachbarschafts- und Genussmarkt zu veranstalten?

Marie: Ich habe einige Zeit für eine internationale Umweltorganisation in Kapstadt gearbeitet. Dort habe ich dann auch diese Art von Markt kennen und lieben gelernt. Der „Neighbourhood Market“ gehört dort einfach zum erholsamen Wochenende dazu. Da trifft man sich mit Freunden zu Brunchen und während die Jungs noch bei einem Kaffe oder Wein zusammen saßen, sind wir Mädels noch mal in Ruhe um die Stände geschlendert und haben immer wieder die tollsten neuen Sachen entdeckt. Zurück in Hamburg konnte ich zunächst gar nicht glauben, dass es so etwas in Hamburg gar nicht gibt. Irgendwann war die Sehnsucht dann so groß, dass ich mich kurzerhand zusammen mit meinem Bruder entschloss eben selbst so einen Markt zu eröffnen.“

Max: „Ja, ich selbst kenne diese Art von Märkte aus New York, San Franzisco und Melbourne. Was ich besonderes daran schätze und mir hier in Hamburg am meisten fehlt ist, dass man eine Vielzahl von ausgewählten Produkten unter einem Dach hat, wofür man sonst in diverse Geschäfte und durch die halbe Stadt muss. Und so kann man in angenehmer Atmosphäre erst mal schauen, probieren und dann tatsächlich das kaufen was man wirklich will und einem schmeckt.“

Was unterscheidet Euch von anderen Wochenmärkten und Genussmessen?

Max: „Der große Vorteil ist natürlich, dass wir nicht vom Wetter abhängig sind. Ich selbst habe nämlich wenig Lust mich bei 5 Grad und Regen auf einen Wochenmarkt zu gehen. Und Mercado war dazu nie eine wirkliche Alternative.“

Marie: „Ja, bei uns wird es beim Hamburger Schietwetter erst so richtig gemütlich. Aber besonders macht die „MarktKultur“ natürlich vor allem, dass bei uns das Bruch mit Freunden und der Einkauf fürs Wochen in miteinander verbunden werden können und dass die Marktkultur ab dem 8. Oktober jeden Samstag stattfinden wird.“

Was erwartet die Markt-Besucher?

Marie: „Tolle Marktstände vom traditionellem Bio-Gemüsestand und Holzofenbrot-Bäcker über Kaltenhund mit Mango im Glas und frischer Limonade bis hin zu Textildesign und Siebdruck auf Keramik. Eine bunte Mischung an Ausstellern mit einer wichtigen Gemeinsamkeit – der Liebe zu ihren Produkten.“

Max: „Ja, und wie schon gesagt hier kann man sich mit Freunden locker zum Brunch treffen auch wenn man wie ich gern nur einen Kaffe, frisches Brot und Serrano-Schinken haben will und auch noch seinen Einkauf fürs besondere Essen mit Freunden zu erledigen hat.“

Kann man auch mit Kindern kommen?

Marie: „Na klar, für uns als junge Eltern ist es wichtig, dass auch für Kinder Platz ist. Leider haben wir neben den Ständen keinen Platz mehr für Hüpfburg und Kletterwand, aber ein Maltisch mit einer pädagogischen Betretung ist schon fest eingeplant, so dass Kinder und Eltern eine tolle Marktzeit haben.“

Nach welchen Kriterien sucht Ihr Eure „Aussteller“ aus, wie habt Ihr die Produzenten gefunden die zu Euch und Eurer Idee passen.

Max: „An der Umsetzung der Marktkultur arbeiten wir schon seit gut einem Jahr und so lange sind wir auch schon auf Ausstellersuche. Zum einen sind wir auf sämtliche Märkten und Food-Messen gewesen und haben dort die „Creme de la Creme“ herausgesucht.“

Marie: „Aber auch Mund zu Mund Propaganda war wichtig. Hier kennt jemand wieder jemanden der dies und jenes tolles macht und auch Freundinnen von mir nutzen das Forum der Marktkultur um einen neuen speziellen Tee hier an echtem Menschen zu testen. Nein, Spaß beiseite – ich meine natürlich um zu sehen ob es sich lohnt damit so richtig in Produktion zu gehen. Wichtig ist uns ein vielfältiges Angebot, neues kreatives und alt bewehrtes. Die Produkte sind vorwiegend aus eigener, nachhaltiger Herstellung, sowie der Region und zum Teil auch Bio zertifiziert. Du siehst bunt zusammen gewürfelt – mit einer kräftigen Priese Herzblut.“

Mit der Fabrik in Ottensen habt Ihr eine sehr schöne und bekannte Location für „MarktKultur“ gewinnen können. Wie wird der Markt dort aufgestellt und integriert sein.

Max: „Die Fabrik ist super, die gehört einfach zu Hamburg. Als Bühne für große und kleine Stars der Musik- und Kulturszene jeder Art bietet sie nun auch der Marktkultur ein Dach und gibt uns gibt uns die Möglichkeit eine neue MarktKultur in Ottensen und Hamburg zu etablieren.“

Marie: „Horst Dietrich und Buddy Lüdders waren von Tag eins von unser Idee begeistert und unterstützen tatkräftig. Sämtliche Samstage wurden nun dauerhaft für uns geblockt und wir können uns mit dem nötigen Rückhalt gut aufstellen.“

Was wünscht Ihr Euch für den Start Eures Marktes und die Zukunft?

Max: „Es wäre toll, wenn die positive Resonanz die wir bisher erfahren haben nach den ersten Durchläufen anhält und die Besucher natürlich immer wieder mit immer mehr Freunden im Schlepptau zurück kommen.“

Marie: „Ich wünsche mir, dass die Gäste nach einem Besuch auf der Marktkultur genauso glücklich und erholt ins Wochenende starten wie ich es aus Kapstadt kenne. Und dass die Marktkultur so zu einem festen Bestandteil des Hamburger Wochenendgeschehen wird.“

Danke Euch, für Eure Zeit!

MarktKultur
ab dem 8. Oktober 2011 jeden Samstag von 09.00-14.00 Uhr in der Fabrik, Ottensen

www.marktkultur.com

www.facebook.com/pages/Marktkultur

Comments

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5 Responses to “„MarktKultur“, Hamburgs erster “Neighbourhoodmarket” startet! Interview mit den Organisatoren”

  1. Lemon
    September 29th, 2011 @ 23:20

    Wow, ist ja spannend, dass es in Hamburg jetzt auch einen Neighbourhood Market gibt, super Initiative. Ich hoffe, der Markt setzt sich durch und wünsche viel Erfolg!

  2. Gitti
    Oktober 10th, 2011 @ 15:13

    Das hatte aber nichts mit dem Regionalmarkt an am großen Gemüsemarkt zu tun, der vor 4 Wochen stattgefunden hat oder?

  3. Susa
    Oktober 23rd, 2011 @ 18:31

    So, nun haben wir es endlich auch einmal bis 14 Uhr in die Fabrik geschafft: Sehr nett! Immer wieder erstaunlich, wieviele kleine Manufakturen es gibt, wieviel Mühe und Liebe in das jeweilige Produkt gesteckt wird.

  4. Christel aus Berlin
    Januar 17th, 2012 @ 01:10

    Ich habe im Netz diesen wertvollen Tipp gefunden und bin am letzten Samstag mit meiner Freundin, die ich Hamburg besuchte, auf dem Markt gewesen. Die Atmosphäre hat uns beiden wunderbar gefallen, und während ich mir ein Gläschen Chutney als Mitbringsel gönnte, hat meine Freundin gleich “voll zugelangt” und einen Designerpullover mit nach Hause genommen. ;-) Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch!

  5. Herr Paulsen
    Januar 17th, 2012 @ 08:19

    Klasse, Christel, das wird insbesondere die Veranstalter freuen und beweist mal wieder die Qualitäten Hamburgs als neuer Stadtteil von Berlin!:-)

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