Sommergast bei Radio Bremen – die Sendung zum Nachhören

Posted on | September 21, 2014 | 1 Comment

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Gestern war ich Sommergast bei Radio Bremen, sprach mit der wunderbaren Journalistin Katrin Krämer (die im Vorfeld überraschend tief recherchiert hatte) über Jugendjahre, Kochlehre, mein neues Buch “Auf die Hand”, Streetfood, Trends und Vegetarismus und nicht zuletzt über meine Begegnung mit Sophia Loren, die gestern 80 Jahre alt wurde.

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Die Livesendung (48:21) mit Publikum kann man jetzt bei einer Tasse Sonntagskaffee online nachhören:

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/veranstaltungen/live-gaeste/sommer/stevan-paul106.html

Ganz besonders gefreut habe ich mich über den wohl vollständigsten Büchertisch den ich bislang erleben durfte, selbst mein neues “Auf die Hand”-Kochbuch hatte die Bremer Buchhandlung Sattler vor dem offiziellen Verkaufstart organisiert. Vielen Dank!

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Die große “Auf die Hand”-Buchpremieren-Party Tour startet durch!

Posted on | September 11, 2014 | 2 Comments

Hot Dog web (Foto: Daniela Haug)

Es ist schon guter Brauch, dass ich mit meinen Büchern und Kochbüchern auf Genuss-Tour gehe. Weils aber diesmal in “Auf die Hand“ (Christian Brandstätter Verlag) um Streetfood geht, um unkompliziertes Fast Food de luxe – frisch zubereitet, hausgemacht und auf die Hand – lag es nahe, diesmal einfach: fett zu feiern!

Und das machen wir! Mit allem was dazu gehört. Sechs Städte. Sechs Locations. Großartige Burger-Kreationen und ausgefallenes Auf die Hand-Food. Dazu Cocktails und Longdrinks vom Mixologen und regionales Craft-Beer – serviert mit Musik vom DJ des Vertrauens. Ich sage jeweils zu Beginn des Abends nur ganz kurz was zum Buch (wers hören will, muss pünktlich sein), verdrücke zwei Träne der Rührung, drücke alle Umstehenden und signiere dann natürlich (meist gemeinsam mit Fotografin Daniela Haug!) am Büchertisch.

Und ansonsten wird gefeiert!

Wichtig, wichtig, wichtig: Der Eintritt zu allen Abenden ist frei, bezahlt werden muss nur, was man selbst isst und trinkt. Allerdings wird um Reservierung dringlichst gebeten, denn einige der wunderbaren Locations haben nur eingeschränkt Platz und Raum!Bitte meldet Euch darum mit Namen und Personenzahl direkt bei den Veranstaltern an:

01.10. Hamburg, AUSVERKAUFT Krögers Kleine Schwester (DJ Dr. Hosch)
Uhrzeit 19:30
Mit Oliver Trific und seinem Hamburg Hamburger, dem einen und einzigen Marcel Baumann vom Barwerk Hamburg an den Drinks und Craftbeer von Von Freude!
Anmeldung: info@kroegers-kleine-schwester.de

09.10. Frankfurt, AUSVERKAUFT (!Buchmesse Donnerstag!), Margarete (DJ Thomas Meinecke)
Uhrzeit 19:30
Anmeldung: info@margarete.eu

11.10. Berlin, Muse (DJ tba.)
Uhrzeit: 19:30
Anmeldung: caroline@museberlin.com

13.10. München, Kochgarage (5 Jahre Kochgarage mit Livebands und DJs)
Uhrzeit: 19:00
Anmeldung: manuela@diekochgarage.com

23.10. Köln, AUSVERKAUFT Marieneck (DJ Luzie)
Uhrzeit 19:30
Anmeldung: www.kochkurs-koeln.de/auf-die-hand-buchpremiere

25.10. Stuttgart, Superschanke (DJ David Coronel)
Uhrzeit: 19:00
Anmeldung: info@superschanke.de

Und noch eine schöne Nachricht zum vorfreuen, entdecken und informieren gibt es jetzt auch das “Auf die Hand” – Blog zum Buch:

aufdiehand.net

mit Informationen, Adressen, Filmen, Fotos, Rezepten und Lesestücken rund ums Buch und alles über die rasant wachsende Streetfood-Bewegung in Deutschland. Wer nichts verpassen will ist nach dem like auf der zugehörigen Facebookseite “Streetfood Germany” bestens informiert!

Das wird toll. Alles.

Wir freuen uns auf Euch,

Stevan Paul & Daniela Haug

Zum wegsaufen schön! – Begegnung mit dem Musiker und Kulinariker Dieter Meier

Posted on | September 5, 2014 | No Comments

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Für weinplaces.de habe ich über meine Begegnung mit dem von mir verehrten Dieter Meier geschrieben, über seine Musik, seine Weine, seine Rinder und Restaurants. Natürlich hab ich auch gekocht: Meat meets Malbec heißt mein Rezept für gekräutertes Entrecôte mit Malbec-Gillbutter.Beitrag und Rezept finden sich jetzt online:

Hier der Direktlink zum Beitrag auf weinplaces.de

Vorfreude! Die “Auf die Hand”-Buchtrailer sind da!

Posted on | Juli 25, 2014 | 12 Comments

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Es ist ein Herzensprojekt, anderthalb Jahre vergingen von der ersten Idee bis zum fertigen Buch und ich hatte das Glück, mit den Besten arbeiten zu können: in gut acht Wochen erscheint im Christian Brandstätter Verlag mein neues Kochbuch “Auf die Hand”, knapp 300 Seiten mit Rezepten und Reportagen zur neuen Streetfood- und Brotkultur. Fotografiert von Daniela Haug, gestaltet von Miriam Strobach (LE FOODINK) – ich bin übergücklich, danke! Und hier kommt schonmal der Film zum Buch, eine Gemeinschaftsarbeit von Bernd Müller (As:If Fil Matters) und Berthold Baule (Baulefilm). Zum Vorfreuen und teilen (wenn Ihr mögt!), einmal kurz und knackig mit Musik (02:03), im zweiten Film (03:47) spreche ich auch über das Buch.

“Auf die Hand” kann man jetzt schon vorbestellen: im Buchhandel Eures Vertrauens, direkt beim Christian Brandstätter Verlag oder bei Amazon.
Yeah! #adh

Auf die Hand – Sandwiches, Burger & Toasts, Fingerfood & Abendbrote
Von Stevan Paul und Daniela Haug
Format 19 x 24 cm, 272 Seiten, ca. 200 Abbildungen, Hardcover,
ISBN 978-3-85033-812-7
Preis € 34,90, sfr 46,90,
Erscheinungstermin 6. Oktober 2014

Unterwegs: Samstagnachtfieber (Take the long way home), La Vida Festival 2014, Catalunya, Spain

Posted on | Juli 7, 2014 | 3 Comments

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Am Freitagabend, beim Bilderzählen am Foto-Set die Überraschung, wir waren sehr fleißig und können uns am Wochenende eine Pause gönnen. Doch die gemütliche Gastarbeiter-Casita und das Meer vor der Tür reichen dem feinen Herrn nicht, dem feinen Herrn ist nach Amüsemang und Abendunterhaltung. Im Internet finde ich ein Musikfestival, direkt um die Ecke. Das Time Out Magazin warnt, die Anfahrt von Barcelona mit Bus und Bahn könne „mehrere Stunden“ dauern. Wundert mich ein bißchen, da fährt ein Zug durch, das dürfte in einer guten Stunde zu machen sein und von meinem Wohnort an der Küste sind es gerade mal 25 Minuten. Schätze ich. Doch Time out schreibt weiter, es lohne jeder Weg für das Vida Festival. Ich also los.

In Vilanova i la Geltrú nehme ich den Bus zum Festivalgelände, wir werden an einem Kreisverkehr, weiter ab vom Stadtzentrum abgesetzt und schon auf dem Fußweg zum Festival merke ich: das könnte was werden.

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Durch Weinberge und eine lange Zypressen-Allee führt der Weg zu einem feudalen Gutshof, im Schatten der alten Gemäuer liegt der Eingang zum Vida-Festival, ich erstehe ein Tagesticket, gehe rein und staune.

Die beiden Hauptbühne stehen in der Frühabendsonne in einem weiten Park vor dem Anwesen, die übrigen drei kleinen Bühnen und der liebevoll gestaltete Foodmarkt finden sich allesamt in einem weitläufigen Hain zwischen Olivenbäumen und hohen Kiefern, grüne Kanarienvögel fliegen durch den kühlen Wald und lamentieren lautstark im Geäst.

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Ein Paradies. Am Asia-Stand bestelle ich mir eine Portion Ramen-Nudeln, so als Grundlage, und noch ehe ich „Achduliebegüte“ sagen kann, hat der Koch schon lächelnd eine Handvoll Würstchenscheiben mit in den Wok geschmissen. Es sind wattig-weiche Wiener Würstchen-artige Scheiben unbekannten Ursprungs und ich lerne die Grenzen der Crossover Küche kennen. Am groben Holztisch unter einem Olivenbaum esse ich die Nudeln, die mit Curry gewürzt sind und dadurch schmeckt das ganze wie eine formidable misslungene Currywurst mit Nudeln. Macht nix, schönes kaltes Bier vom Sponsor dazu und jetzt aber mal Musik.

Erwähnte ich, dass ich vom Line up ganz genau zwei Acts, naja kenne, wäre übertrieben? Das ist aber auch die Philosophie des Festivals, durfte ich lesen, die buchen einfach mal so quer durch den musikalischen Garten und da müssen die Besucher dann durch. Und trotz der vielen Bühnen, findet immer nur ein Konzert zur Zeit statt. Wer Lust hat, kann so tatsächlich jede Band hören und gegebenenfalls kennen lernen. Find ich spitze.

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Jetzt lerne ich die charmanten Copa Lotus kennen, die im Pinienwald prima rocken, bißchen Funk, bißchen Folk und Country, bißchen Rock – das Publikum liebt die Jungs aus Vilanova i la Geltrú.

Überhaupt Publikum, glatte Eins. Extrem viel Jugend, hübsche Spanierinnen mit riesigen Brillengestellen, Tatoos und praktischen Hochsteckfrisuren, hübsche Spanier mit kurzen Haaren und langen, dichten Bärten, sie sehen alle ein bißchen Berlin aus.

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Zwischen den Bäumen legt jetzt die Inkarnation von Joan Baez los, Sílvia Pérez Cruz hat eine unfassbare Stimme und ein glasklares Timbre, Viva a la Vida, hieß das spanische Album von Joan Baez, das meine Mutter zuhause immer hörte, daran erinnert mich Sílvia Pérez Cruz, der die Menschen hier zu Füßen liegen. Das ist alles ganz Minimal, nur Gesang und Raül Fernandez Miró am der Gitarre, aber das hat eine Kraft und Zartheit und Intensität, ganz still ist es im Wäldchen, selbst die Kanarienvögel geben Ruhe und Frau Cruz singt unendlich traurige, klagende Lieder und ich verstünde gerne, von was sie singt. Viele ZuhörerInnnen haben Tränen in den Augen, sind deutlich ergriffen. Die Abendsonne flimmert durch die Bäumen und als der Applaus aufbrandet, bekomme ich direkt Gänsehaut – wenn zweitausend Menschen in einem Pinienwald klatschen, klingt das anders als in einer Halle, das kann ich Ihnen aber sagen. Und der Applaus will nicht mehr aufhören.

Beim Portugiesen hole ich mir einen Kaffe und eine kleine Süßigkeit, die Zeit fliegt, gleich kommen auf der großen Hauptbühne Yo La Tengo.

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Hab ich schon mal von gehört und gelesen hatte ich: Yo La Tengo spielten Noise Rock. Noise Rock ist für mich ähnlich verführerisch wie Freejazz oder eine Salmonellenvergiftung. Und dann legen Yo La Tengo auch schon los, ein überwältigender kakophonischer Lärm, eine Wand aus andauerndem, ähm, ja Lärm. Sorgenvoll Blicke ich mich nach den Kindern um (erwähnte ich, dass die Spanier Kinder und Kleinstkinder jeden Alters einfach mitgebracht haben, man hat ja noch ein Leben herrjeh, find ich prima) und entwickle einen Notfallplan, ich muss hier weg.

Und dann kommt der zweite Song und, der dritte und so weiter und alles klingt so irre gut und frisch nach Velvet Underground, nach den von mir heiß geliebten The Jesus and Mary Chain, erinnert an Sonic Youth und die Pixies, ich staune. Zart gehauchter Jazz plötzlich zwischen dunklen Bassläufen und rauhen Riffs, konzentrierte Geschwindigkeits-Drums, hypnotisch und hochmusikalisch – Yo La Tengo, ich muss dringend nachsitzen, Riesen-Entdeckung erstmal und das beste Konzert des Abends, jetzt schon.

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Der Burger am Stand von Weber Grill ist eine Katastrophe, der Grillhersteller präsentiert sich scheinbar auch auf Musikfestivals (oder hat leichtfertig High-End Grills, gelabelte Schirme und Standausstattung “gesponsort”). Das mit den Festivals macht Sinn, der Burger nicht. Burger sind hier in Spanien kein Trend wie in Deutschland derzeit, der Hamburguesa ist hier als Grundumsatz-Essen auf jeder kleineren und größeren Speisekarte zu finden. Innovation bedeutet am Weber-Stand ein Stückchen Blauschimmelkäse, das mit kalten Schmorzwiebeln und einem gefühlten Kilo Rauke im lauwarmen Burger-Brötchen gereicht wird. Der Formfleisch-Pattie ist knorpelig. Und es gibt einen großen Unterschied zwischen Curry-Ramen-Nudeln mit Würstchenscheiben “Wiener Art” und diesem Burger – der Unterschied heißt: Lieblosigkeit. Kann ich nicht ab. Schnell wieder Musike!

Ich verstehe an diesem Abend nicht alles und teile nicht jede Begeisterung des superfreundlichen Publikums, auf der Elektrostage bringen Hidrogenesse, wahrscheinlich unwissend, alles Schrecklichkeiten der Neuen Deutschen Welle zurück, schlimme Synthie-Sounds, alberne Kostüme, einer der Herren trägt ein Dior-Kleid-Zitat als Anzug, der Sänger trägt glitzernde, kurze Spandex-Hosen, ein Schiedsrichter-Hemd mit passender Kappe, das ist optisch irgendwo zwischen Cheap Trick, The Sparks und Erste Allgemeiner Verunsicherung angelegt. Nur eben en español und ich bin unsicher ob das Parodie, Kunst, Zitat oder einfach nur anstrengend ist. Ich verstehs auch einfach nicht und geh mal mein Handy aufladen und Bier holen.

Und dann kommt Lana del Rey. Schwebt herein. Barfuß, im grünen Minikleid. Es hebt an ein Kreischen aus tausend Teenagerkehlen, die älteren Herren schlucken trocken und fotografieren hektisch die Großbildleinwand. Überwiegend sehr junge Mädchen schreien sich die Seele aus dem Leib und ich recken den Hals, ob nicht irgendwo noch eine Boy-Band aufläuft, aber nein, das Kreischen gilt tatsächlich und mit anhaltender Inbrunst: Frau del Rey. Ich lerne, dass sie, zumindest in Spanien, scheinbar ein Star für Teenies ist.

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Ich weiß eigentlich nicht viel über Lana del Rey, ich kenne ihren Knie-erweichenden Schlafzimmerblick und ich glaube dass der Song Videogames ein Song für die Ewigkeit ist, moderner Americana, im Geiste von David Lynch. Ich liebe den Song. Der Rest, erinnere ich mich, war doch erstaunlich poppig, ein Album habe ich jedenfalls nie gekauft und meine Vermutung bestätigt sich während des Konzertes, das ist Pop und ein bißchen langweilig und was hätte das alles werden können. Große Stimme.

Vor einiger Zeit kursierte ein Video im Netz, das einen sensationell vergeigten Auftritt der Sängerin zeigte und die Frage aufwarf, ob sie eigentlich überhaupt singen könne. Da darf ich beruhigen, sie kann. Und wie! Wenn sie nicht grade raucht. Lana del Rey raucht eigentlich ständig, die Fluppe legt sie immer im Mikrohalter ab und zieht hektisch an der Zigarette, wenn sie grad mal nicht singen muss. 98 % aller RaucherInnen sehen einfach bekloppt aus beim Rauchen und Lana del Rey gehört leider nicht zu den 2 %. Und mit Kippe performen, das konnte eh nur die Dietrich.

Kurz sehe ich mit auf der Elektro-Stage noch Austra an, merke aber, ich bin rechtschaffend müde. Ich gehe zum Kreisverkehr. Da kommt ja dann der Bus zum Bahnhof und von da gibst einen Nachtbus. Soweit die Theorie. Was Time Out verschwiegen hatte: den Rückweg. Mal so vorweg: als ich das Festivalgelände verlasse, ist es 00.45 und ich habe im Prinzip so um die 25 Kilometer Küste hinter mich zu bringen.

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Am Kreisverkehr werden wir von sechs Polizeibeamten “in Gewahrsam” genommen. Die Herren regeln dort den Verkehr, der um diese Zeit mit „vereinzeltes Verkehrsaufkommen“ trefflich umrissen ist. Mit Absperrgittern schiebt man uns Wartende sehr beherzt zurück in die Strasse, die zum Festival führt. Jetzt wird Verkehr geregelt. Einer der Beamten hat eine Trillerpfeife. Nährt sich zufällig ein einsamer Wagen, ertönt ein ohrenbetäubender Pfiff, zwei weitere Kollegen bringen den erschrockenen Fahrer mit rot leuchtenden Wink-Kegeln erst zum Stehen, schalten dann die Wink-Kegel auf weißes Licht und fuchteln wie von Sinnen in Richtung des natürlich gegebenen Fahrverlaufes des Kreisverkehrs. Der Fahrer umfährt daraufhin ängstlich den Kreisverkehr. Die Beamten tragen steinerne Minen, kauen imaginäre Kaugummis, halten ständig die Walkie Talkies ans Ohr, auch wenn offensichtlich niemand mit ihnen spricht. Einer spricht aus versehen kurz in seine Trillerpfeiffe.

Dann bricht Panik aus unter den Beamten: der Bus kommt! Und er kommt direkt auf unserer Höhe zu stehen. Das verdanken wir den Polizisten, die den Bus einweisen, als handele es sich dabei um eine eben gelandete Boeing. Rote Wink-Kegel leuchten. Der Bus hält. Dem Busfahrer wird bedeutet die Tür zu öffnen, dann wird der Mann knapp angeherrscht. Die Tür des Buses schließt sich daraufhin wieder, der Fahrer fährt exakt 12 Zentimeter weiter vor. Rote Wink-Kegel, der Bus stoppt, knappes Nicken der Ordnungsmacht. Geht doch. Türen auf.

Der Preis für die Busfahrt zum Bahnhof (1 Euro) ist leider nicht im Festivalpreis enthalten. Der Busfahrer lässt nun jeden Fahrgast einzeln zusteigen, kassiert, gibt Rückgeld raus, druckt den Beleg. Das dauert. Dann ist der Bus voll und fährt ab. Weiße Wink-Kegel. Wir stehen noch am Kreisverkehr.

Da! Endlich Verstärkung! 4 weitere Ordnungskräfte unterstützen die Kollegen vor Ort. Denn jetzt ist ein neues Problem aufgetaucht. Es ist 2:25 Uhr und es gibt freundliche Taxifahrer die gerne Gäste aufnehmen würden. Und es gibt unter uns Festival-Gäste, die mittlerweile jeden Preis für ein Taxi zahlen würden. Die Polizei umringt die anfahrenden Taxis, herrschen die Fahrer kurz an, dann fahren die Taxis leer weiter und hinweg in die Nacht. Das seltsame: keiner beschwert sich. Um 2:45 bin auch ich endlich am Bahnhof, zwei Stunden nachdem ich das Festival-Gelände verlassen hatte. Der letzte Nachtbus kommt um 2:49 Uhr. Er bietet Platz für 60 Personen.

Die nächsten Stunden verbringe ich gemeinsam mit vielen anderen müden Menschen vor dem geschlossenen Bahnhof, die Taxifahrer sind zu Recht beleidigt und im Bett, wir verstehen das schon, wir warten auf den ersten Zug nach Barcelona, der hält an jeder Milchkanne, sogar in meinem Dorf und der kommt schon um 4:29 Uhr.

Um 5:10 Uhr betrete ich meine Gastarbeiter-Casita, ich habe für den Rückweg und die ca. 25 Kilometer solange gebraucht, wie mit dem Auto von Köln nach Hamburg. Nicht das Ticket, der Rückweg war der eigentliche Preis den ich für den schönen Sommernachtstraum zu bezahlen hatte. Rückblickend ist es aber genau, wie das Time Out Magazin schon schrieb: die Reise wars definitiv wert.

#vidafestival2014
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Sommersause (II): Feierabend auf Balkonien

Posted on | Juni 26, 2014 | 5 Comments

Sommerweine, konstatierte neulich Mastersommelier Hendrik Thoma, seien ja gerne überwiegend langweilige Aktionsweine und mir geht’s da ähnlich: ich lasse mir von einer Wetterlage nicht vorschreiben, was ich zu trinken habe. Ich genieße schöne Sommerabende auf dem Balkon, bei Speis und Trank und mag aber in diesen seltenen Stunden nicht zwingend hochpreisige Mediationsweine kauen: zum leichten Abendessen darfs gern ein unaufgeregter frischer Wein mit Charakter sein. Und gerne, Weinkenner bitte Augen zu, übertrieben gut gekühlt. Auch die Rotweine. Und weil Wein ohne ein schönes Essen nur die halbe Miete ist, habe ich zu jedem meiner drei neuen Lieblingsweinen der diesjährigen Sommersausen-Saison, jeweils ein schnell gemachtes begleitendes Abendessen zur Seite gestellt.

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Den Anfang macht ein weißer Bordeaux. Ich liebe Entre-Deux-Mers Weine, eigentlich Rahmen ja zwei Flüsse, Garonne und Dordogne, das Weingebiet, ich bilde mir aber immer ein im Abgang eine sensationelle, zarte Salznote herauszuschmecken, die vom nahen Atlantik über die Trauben wehte. So ist das auch beim Château Bel Air Perponcher 2013 den mir die Bordeauxbeauftragt Alena Mohr von segmenta pr zuschickte, verbunden mit der Einladung dazu ein leichtes Sommergericht zu kreieren, ein Ausflug zum Bordeaux Fête le Vin oder dem Vinocamp lockte als Belohnung. Aus zwei guten Gründen, die im Herbst erscheinen, habe ich aber dieses Jahr so gar keine Zeit für Lustreisen, ein Rezept habe ich mir trotzdem ausgedacht und jetzt wird’s speziell, aber das müssen Sie mir einfach glauben und am besten selbst ausprobieren: mein Salat aus würziger Blutwurst in Kombination mit cremigem Ziegengouda und rohem Apfel ist ein Knaller und ganz besonders zum trockenen, frischen Perponcher Wein mit schöner Kirschnote und feinem Bitterton (da ist es wieder, das Meersalz!), der Wein findet dementsprechend schon in der Vin(!)aigrette Verwendung: 3 EL vom Wein, 1-2 El Apfelessig, 1-2 TL Zucker, 3 EL Olivenöl und 2 EL Rapsöl, dazu 1-2 TL grober Senf, Salz, Pfeffer und das alles mit frisch geschnittenen Apfelwürfeln über Blutwurst und Ziegengouda geben, Signature du Chef: Petersilienblättchen.

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Die Blutwurst dazu stammte übrigens aus der Frankreich-nahen Pfalz und das gibt mir die Gelegenheit zum eleganten Grenzübergang und zu einer echten Überraschung: die Bloggerkollegin Kerstin Getto vom my cooking love affair Blog, beschäftigt sich ja schon eine ganze Weile mit den Wechselwirkungen zwischen Wein und Speisen, begleitet ihren Lieblingswinzer Christian Brendel für Blogreportagen durchs Weinjahr, gemeinsam haben die beiden jetzt einen Rosé-Wein herausgebracht der unter dem Namen my love affair with Rosé in limitierter Auflage erhältlich ist. Ich bin begeistert, der Wein hat eine appetitliche hellrote Farbe, in der Nase viel Frucht und rote Beeren, leicht kräutrige Noten, im Mund dann nicht die gefürchtete Marmelade, sondern klare, frische Säure, trocken mit einem Hauch schmeichelnder Süße im Abgang. Klasse! Auch dazu mutet mein Serviervorschlag gewagt an, macht aber großen Sinn: ein grüner Salat mit roher Zucchini, Frühlingszwiebeln, fein geschnittenem Staudensellerie, Selleriegrün und Petersilie, mit gezupfter Räucherforelle und Stremmellachs. Basis der Vinaigrette ist auch hier der Wein selbst: 4 EL vom Rosé, 2 EL Rotweinessig, 2 TL Zucker und 5 El Olivenöl, Salz und Pfeffer und fertig. Sommerabendsonne an!

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Nicht zuletzt der Rotwein. Den hab ich lang gesucht und den genieße ich schon länger. Ursprünglich erstand ich den Lesegut als Geschenk an meine Frau Mutter die Orthoptistin ist, kleiner Spaß. Die Überraschung war groß, ein toller Rotwein, mit Charakter, Tiefe, Frucht, Würze und gut eingebundenem Holz – und von allem nicht zuviel, ein Rotwein einfach so zum wegschlotzen. Ich hab dann gegoogelt, der spanische Winzer Carlos Falcó Marques de Grinon ist kein Unbekannter, für die großen Weine des Weingutes gibts auch schon mal 90 Parker Punkte, Lesegut ist der kleine Wein und für knapp 10 Euro zu haben, online, ich habe ihn aus der Metro Hamburg. Rebsorten: Syrah, Petit Verdot und Cabernet Sauvignon, zehn Monate in französischer Allier-Eiche ausgebaut. Dazu passt das schnellste Abendessen der Welt: Gutes Brot, ein würziger Lieblingskäse und grüne Birnenschnitze mit bestem Olivenöl. Jetzt erhielt ich aber vor zwei Tagen von Genusshandwerker-Chef Hans Georg Pestka ein Stück Lardo di Collonata – weißer Schweinespeck der mit Meersalz und Kräutern eingesalzen und 90 Tage in Carrara Marmor gelagert reift. Danke! Alleine der Duft beim Auspacken. Und dann, na klar, das passt sensationell: der Lardo, so dünn wie möglich aufgeschnitten und auf geröstetem Brot serviert. Zergeht auf der Zunge der Speck. Und das passte zur Birne, zum Öl, zum Käse und zum Wein. Könnte ich all summer long.

Zur Sommersause (I) gehts hier entlang: “Angrillen – mit S’mores, Weltklasse-Ćevapčići, Schwarzrettich-Tunke und der besten Barbequesauce des Sommers

Neues vom Lesemittelhändler

Posted on | Juni 20, 2014 | No Comments

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Weidinger beugt sich über die stählerne Arbeitsfläche und brüllte dem Inder ins Ohr: „Aha, Sie also sprechen Deutsch, ja? Was ist für Band da? Für was gut, ja, verstehen, sprechen, ja?“
„Gut, dass Sie fragen, ist eine Salatschleuder“, der Inder spricht mit weicher Stimme und sehr langsam. „Salat hinein in Schleuder, schnell, schnell drehen, Salat trocken.“
„Und was ist mit Band?“, brüllte Weidinger, als versuche er, mit einem Tauben Kontakt aufzunehmen.
„Ah, ja, das Band, gut dass Sie fragen. Wenn Salat, immer auch kleine Tiere im Salat. Salat erst waschen, dann schleudern, dann sterben Tiere leider. Band sagt viele gute Wünsche für arme Tiere und hilfreiche Worte für Übergang in nächstes Leben. Am besten schnell, schnell drehen, dann noch mehr gute Wünsche für arme Tiere.“
„Ah, ich habs“, Strobl meldete sich aus der zweiten Reihe, „das ist so ne Art Sterbebegleitung mit integrierter Gebetsmühle!“

(“Indien”)

Es dauert mit dem Roman. Und dieses Jahr nur Kochbücher. Also fast. Im Hamburger Literatur Quickie Verlag ist jetzt Ausgabe 70 (!) der charmanten Literaturreihe im Pixiebuch-Format erschienen, darin findet sich meine neue Kurzgschichte “Indien” in der sich zwei Münchner Lebensmittelkontrolleure mit einem Spüler aus Indien anlegen. Keine gute Idee! Ebenfalls im Büchlein: die Kurzgeschichte “Tanz der Schlachter” aus meinem ersten Buch “Monsieur, der Hummer und ich“, in der geklärt wird, warum die Deutschen nicht grillen können.

AlsStrandlektüre und Lesefutter für zwischendurch zu empfehlen, wie überhaupt die kleinen Büchlein aus dem Literatur Quickie Verlag sehr schön auch als Mitbringsel oder kleine Aufmerksamkeit für Lieblingsmenschen geignet sind.

Für 2,50 Euro überall wo es Bücher gibt – fragen Sie die Buchhändler Ihres Vertrauens!

Stevan Paul
Der Tanz der Schlachter / Indien
Literatur Quickie Verlag
ISBN 978-3-942212-92-2

Sommersause (I): Angrillen – mit S’mores, Weltklasse-Ćevapčići, Schwarzrettich-Tunke und der besten Barbequesauce des Sommers

Posted on | Juni 2, 2014 | 16 Comments

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Echte Kerle dürften mit den Augen rollen, Angrillen im Juni, das ist ein bißchen wie Eisschwimmen im Mittelmeer, aber herrjeh, wir leben nun mal in Hamburg. Vergangenens Wochenende tauchte völlig überraschend eine kalte Sonne über unserer Stadt auf – herrliche sieben Grad am Freitagmorgen auf dem Isemarkt, mit klammen Fingern reichte uns der Metzger die Grillade über den Verkaufstresen: “Endlich Sommer!”

Wir also raus aufs Land, schon Nachmittags zur Freiluftkaffeetafel bei Schwägerin und Schwager im Garten, in Thermojacken wärmten wir unsere Hände an dampfenden Kaffeepötten, ab und zu sagte jemand „Juni!“ und alle lachten, ansonsten saßen wir schweigend im böigen Nordwind. Später haben wir dann den Kindern Mützen aufgesetzt, noch mehr Pullover geholt und den großen Tische der Abendsonne quer durch den Garten hinterher getragen.

Ich hatte einen Süßkartoffelsalat vorbereitet, in pikanter Tomaten-Chili-Vinaigrette, mit knackigen Gemüsen und Perlzwiebeln und außerdem meine sensationellen Ćevapčići dabei. Ich mache wirklich die besten Ćevapčići der Welt und die gehen so: ich würze reines Rinderhack mit einem Klacks scharfem Senf, Paprikapulver, Salz und Pfeffer. Soweit so gähn. Fein gewürfelte Zwiebel und Knoblauch dazu. Dann kommt der Letscho–Trick: ich püriere eine gute Menge Letscho (ein Paprika-Tomaten-Schmorgemüse ungarischer Abstammung) im Mixer grobstückig. Das Letscho kaufe ich im Glas im Balkan-Supermarkt, die haben da eine Art grobstückiges Ajvar, noch mit zusätzlich gerösteten Auberginenstücken drin – perfekt!

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Ein guter Ersatz ist das „Letscho Premium“ von der Firma Spreewaldhof, das gibt’s im Supermarkt. Ich gebe soviel stückig püriertes Letscho zum Hack, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist und sich das Fleisch gerade eben noch so formen lässt. Brot oder Brösel sind verpönt! Zugedeckt 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, dann kleine Ćevapčići formen, grillen und staunen. Butterzart gelingen die fluffigen Hackröllchen und schmecken zum wegatmen gut. Nächstes Mal mehr machen!

Ich bin ja sonst ein Freund der reinen Lehre und habe Verständnis dafür, dass echte Kulinariker sich jetzt beschweren könnten, warum ich mit Glasware arbeite, wo man doch sicher selbst ein schönes Letscho schmoren könnte, für die Frikadellenröllchen. Ja und nein. Kann man machen, schmeckt aber, ich sag mal: anders. Und meine, nicht unbedingt besser. Außerdem ist Eile geboten, wenn in Hamburg mal die Sonne scheint, da ist keine Zeit mehr für längere Koch-Arien. Und ist der Ruf erst ruiniert, kann ich ja gleich noch erzählen wie es weiter ging. Während der Schwager die Entrecôte-Steaks auf dem Grill veredelte, zog ich mein kleines Mitbringsel aus München aus der Tasche. Die vergangenen Wochen hatte ich auf einer Kochbuchproduktion in München verbracht und dort die Macher des Münchner Kindl Senf kennen gelernt. Es sei mir der Ausschwiff erlaubt: ich liebe Senf. Ganz großes Thema! Zur Zeit befinden sich in unserem Kühlschrank 9 verschiedene Senfsorten, das ist noch wenig, das führt bisweilen schon zu Spannungen in der Beziehung, wenn mal wieder ein Glas aus dem überfüllten Kühlschrank fällt. („Herrjeh! Wieviel Senf braucht ein einzelner Mensch, Stevan Paul, kommst Du mal bitte!”). Jedenfalls, der Münchner Kindl Senf ist spitze und Bio-Qualität, insbesondere der Bauernsenf von Theo Hartl gehört für mich in die Spitzenkategorie, ganz großartig.

Und wie wir da so über das Senfmachen philosophierten, der Herr Hartl und ich, öffnete Junior-Chefin Lisana Hartl eine hauseigene Barbequesauce und sagte so ein bißchen nebenbei: „Weltbeste Barbequesauce.“ Ich bin ja vorsichtig mit Superlativen und dass die beste Barbequesauce der Welt aus einer Senfmanufaktur in München kommen sollte, hielt ich schlicht für gewagt. Bis ich den Löffel erstmals in die Dirty Harry-Sauce tunkte.

Ein Knaller. Die Zutatenliste ist übersichtlich, der Geschmack vielschichtig und nuanciert, kein Vergleich zur üblichen Ketchup-Rauch-Essig-Mumpe aus dem Supermarkt. Perfektes süß-säure Verhältnis, ich schmecke reife Tomate, Piment, Nelke, eine wunderbare Pfefferschärfe im Abgang, der Rauch ist perfekt und zurückhaltend eingebunden.

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Das feine Sößchen aus München gewann 2012 in den USA den ersten Platz bei den No Bull National BBQ Championships in der Kategorie Sauces, Rubs, Marinades und rockte dieses Jahr die Bio-Fach als, kicher, Best New Product. Gut Ding will eben manchmal Weile haben, grade im eigenen Land. Sauce und Senf gibt’s im Münchner Kindl Onlinestore, auf dem Viktualienmarkt in München kann man auch probieren.

Auch der Gartenrunde schmeckte es, zum Steak gabs außerdem Blattsalate mit einer Kräuter-Vinaigrette, die Schwägerin hatte zudem eine süchtig machende Tunke aus schwarzem Rettich gemacht: geschält und fein geriebenes Rettichfleisch und ein Äpfelchen, kurz mit Salz ziehen lassen, dann trocken ausdrücken und mit Schmand und Sauerrahm verrühren. Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Spritzer Weißweinessig = Knaller!

Für die Überraschung des Abend sorgte allerdings die Frau Nachbarin mit einer „Süßsspeise“, die bislang völlig an mir vorbei gegangen ist. Kulinarik ist ja lebenslanges Lernen und selten war ich dankbarer. Ladys & Gentlemen: S’mores!

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Das ist eine süchtig machende Frechheit aus zwei Schokoladen-überzogenen Keksen, die ich im echten Leben nicht anrühren würde, die werden mit stückiger (!) Erdnusscreme bestrichen, dazwischen klemmt dann ein am Holzstock über der Restglut weich gegrillter, leicht karamelisierte Marshmallow der beim Reinbeißen süße Fäden zieht.

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Der Kram macht absolut und sofort süchtig: „mehr als einen kann man davon allerdings nicht essen!“, mahnte die Nachbarin. Ich hatte dann am Ende des Abends insgesamt drei davon und den vierten und fünften S’more habe ich nur aus falscher Bescheidenheit nicht mehr bestellt.

Als sich auf dem Rotwein eine erste dünne Eisschicht bildete, sind wir dann rein.

Was machen die da? Hausbesuch bei einem Food-Foto-Termin

Posted on | Mai 27, 2014 | 1 Comment

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Was machen die da? – fragen sich, immer öfter die Blogger Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm, gemeinsam füllen sie das gleichnahmige Blog mit hochinteressanten Einblicken in die Berufswelten anderer Leute, fragen und fotografieren. Zum Beispiel eine medizinische Fußpflegerin, eine Fernsemoderatorin, einen Kulturjournalisten oder den Social Media Beauftragten der Hamburger Staatsbibliothek.

Und neulich haben die beiden den Fotografen Andrea Thode und mich während der Produktion der Schnellen Teller für die aktuelle Ausgabe des Effilee-Magazins besucht und uns gefragt, was wir da so machen.

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Und wir haben Rede und Antwort gestanden: wie funktioniert eigentlich Foodfotografie, wer ist Claudia und wo ist bei uns eigentlich vorne? Schummeln wir eigentlich viel bei der Arbeit, mit Haarspray, Lack und so? Und kann man eigentlich von Kochbüchern leben?

Mein Dank an Isa und Maximilian, für den Besuch, die Zeit, die Sorgfalt bei der Aufbereitung und die schönen Fotos! Ihnen und Euch viel Spaß beim Einblick in meinen Berufsalltag als Foodstylist und Kochbuchautor:

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Go Veggie! – meine vegetarischen Lieblingsrezepte jetzt auch für Android!

Posted on | Mai 10, 2014 | 6 Comments

GoVeggie!_Icon

Ich weiß, dass viele von Ihnen/Euch darauf gewartet haben und im Maschinenraum wurde emsig gewerkelt: jetzt ist es soweit, Go Veggie! – mein digitales Gemüseküchen-Kochbuch mit meinen vegetarischen Lieblingsrezepten ist endlich auch für Android – Endgeräte erhältlich. Im Video gibts einen ersten optischen Eindruck und eine Übersicht zu den Funktionen.

Alle Rezepte habe ich exklusiv für diese App erdacht, ausprobiert und gekocht und zwar insgesamt 100 vollständige, vegetarische Hauptmahlzeiten(!). Von mediterranen Genüssen über die asiatisch-orientalische Gewürzküche bis hin zu rustikaler Alpenküche und regionalen Schmankerln reicht die Vielfalt der Rezepte für die schnelle Alltagsküche von einfach bis raffiniert. Alle Rezepte sind Kombinationen von viel frischem Gemüse, mit Kohlehydraten und pflanzlichen Proteinen aus Nüssen, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und Eiern.

Keine pürierten Gemüsesuppen, keine einsamen Blattsalate, keine Desserts – alles vollständige Hauptgerichte!

Zu jedem Rezept finden sich Koch- und Einkaufstipps und mindestens 2 Vorschläge für zusätzliche Rezeptvariationen, das macht: über 300 Kochmöglichkeiten und Geschmackserlebnisse.

Weitere 20 Basisrezepte erklären zusätzlich die Herstellung von aromatischen Brühen und kräftigen Saucen ganz ohne Fleisch und zeigen viele Grundzubereitungsarten. Besonders stolz bin ich auf meine dunkel-würzige Jus, die ich ohne Fleisch und Knochen zubereitet habe, die cremige Mayonnaise ohne Ei und Rahmsauce ohne Milchprodukte.

Immer standen bei der Rezeptentwicklung Geschmack, Komposition und auch die Optik im Vordergund, ich war selbst überrascht, als ich nach Durchsicht aller Rezepte feststellte, dass über 40 davon auch für die vegane Küche geeignet sind.

Während der Fotoarbeiten für die App stand Fotograf und App-Produzent Günter Beer mit der Kamera immer neben mir und hat dokumentiert, was ich an Herd und Schneidbrett mache. Wir haben Tausende von Fotos gemacht und gesichtet.

Ob schnelle Alltagsküche oder raffinierte Rezepte für Gäste: alles wird Schritt für Schritt verständlich erklärt, die zahlreichen Zubereitungsfotos sorgen dafür, dass jedes Rezept auch Kochanfängern gelingt.

Mit Go Veggie! erlernen Kochnovizen auch, wie die Protein-Lieferanten Tofu, Seitan und Tempeh köstlich zubereitet werden. Ein Glossar erklärt zusätzlich Zutaten und Begriffe.

Go Veggie! – APP

Preis: 3,99 €
Veröffentlicht von: Buenavista Studio s.l.
Idee: Stevan Paul und Günter Beer
Autor und Koch: Stevan Paul
Fotografie: Günter Beer
App Design & Produktion: Günter Beer

Link: Go Veggie!für Android bei Google play. GoVeggie! läuft ab Version 4.1

Link: Go Veggie! im App store

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