NutriCulinary auf Facebook
Posted on | März 12, 2012 | 2 Comments
Vermehrt spielt sich das soziale Netzwerk-Leben auf Facebook ab, immer häufiger werden jetzt Nachrichten, Bilder und Meinungen in Kurzbeiträgen gepostet und kommentiert, die früher einen Blogbeitrag wert gewesen wären. Pessimisten meinen, wir erlebten bereits das Ende der Blogkultur. Persönlich teile ich diese Ansicht nicht und denke, dass im Internet immer noch Platz- und das Interesse für längere, sorgfältig bereitete Beiträge vorhanden ist.
Ich sehs so: Facebook ist für mich das Wirtshausschild am Strassenrand, auf dem steht, was es im Wirtshaus Blog zu essen gibt. Darum gibt es schon seit geraumer Zeit auch eine eigene Facebookseite für NutriCulinary, dort kann man auch direkt kommentieren und diskutieren, die Facebook-Kommentare erscheinen zusätzlich und zeitgleich auch hier im Blog unter dem betreffenden Post.
Das wissen nur noch nicht ganz so viele Leute. Mein privater Facebook-Acount platzt mittlerweile aus allen Nähten, dabei sind viele der Freunde dort, einfach nur an den Inhalten von NutriCulinary interessiert und dementsprechend entäuscht, wenn sie dann bei mir auch ausführlichst über Reggaemusic, Literatur und Privatkram informiert werden.
Seit gestern hat NutriCulinary auf Facebook “die Haare schön” und glänzt in der neuen Timeline-Chronic-Optik, die Ende des Monats pflicht wird. An alle NutriCulinary-LeserInnen die Ihr Leben mittlerweile überwiegend über Facebook organisieren, ergeht herzliche Einladung NutriCulinary auf facebook zu besuchen und zu liken. Sie verpassen dann keinen NutriCulinarybeitrag mehr und sparen sich meinen Privatkram.
Und hier gehts lang:
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Hackfleisch bei NETTO: Profit aus Mehl und Wasser
Posted on | März 10, 2012 | 19 Comments
(Foto: abgespeist.de)
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, weniger Empörungs-Postings zu den ernährungspolitischen Amokläufen von Industrie, Wirtschaft und Politik zu verfassen. Alle Beteiligten, wie auch der „Verbraucher“ am Ende der Entscheidungsmöglichkeiten-Kette selbst, wissen was schief läuft und warum. Was aber die Supermarktkette Netto jetzt unter der Eigenmarke Viva Vital unter das hauseigene Hackfleisch mischt, ist doch eine Erwähnung wert, dreister geht Gewinnoptimierung kaum noch.
Die Rede ist von einer “Zubereitung aus Hackfleisch gemischt mit pflanzlichem Eiweiß”, die mit dem Hinweis auf “30 Prozent weniger Fett” in den Märkten angeboten wird. Dabei handelt es sich um Hackfleisch, das mit etwas 30 % schnittfest gemachtem Wasser gestreckt wird, welches mit Rote Bete Saft gefärbt wurde. Auf abgespeist.de gibt es Einblick in die Rezeptur der Mehlpampe, dabei kommt „texturiertes Weizenprotein“ zum Einsatz, weil es eine „fleischähnliche (…) Konsistenz aufweist“. Und Rote-Beete-Saft samt Paprikaextrakt sollen dem Produkt eine „fleischähnliche Farbe“ verleihen“.
Beim Preis zaubert die Edeka-Tochter („Wir lieben Lebensmittel.“), Netto lässt sich die Mehlpampe teuer bezahlen: ca. 30 % Hackfleisch weniger und doch kostet die Viva Vital-„Hackzubereitung“ etwa 5,50 Euro je Kilo und abgespeist.de hat nachgerechnet: „knapp 1,50 Euro mehr als abgepacktes, hundertprozentiges Hackfleisch, das etwa 4 Euro je Kilo bzw. 40 Cent je 100 Gramm kostet. Netto lässt sich das „Streckmittel“ für „Viva Vital“, in erster Linie Wasser, demzufolge mit etwa 90 Cent je 100 Gramm bezahlen – mehr als das Doppelte vom reinen Hackfleischpreis.“
Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Reaktion der Handelskette auf eine Anfrage der Verbraucherschützer von foodwatch.
Mir bleibt bei sowas nur die Hoffnung, dass mein alter Freund Bob Marley irgendwann Recht behalten wird:
„You can fool some people sometimes, but you can´t fool all the people all the time“.
Bei Netto beschweren via abgespeist.de
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Happy Birthday “jamie”
Posted on | März 9, 2012 | 4 Comments
Im Dezember 2008 erschien in Großbritannnien die erste Ausgabe von Jamie Olivers Magazin “jamie”, ich beauftragte damals vielfliegende Freunde mit der Beschaffung der heißen Ware. Seit einem Jahr gibt es nun die deutsche Ausgabe und Lizenznehmer Gruner & Jahr hat was zu feiern – das deutsche jamie Magazin verkauft aktuell 70.000 Exemplare pro Heft, bei einer Druckauflage von 100.000 Stück und einem Heftpreis von 4,90 €.(Quelle: G+J-PM)
Zum Einjährigen hat das Geburtstagskind was zu verschenken: seit gestern ist das Jubiläumsheft mit einer Gratis-DVD am Kiosk, drei Folgen von Jamie Olivers “Genial italienisch”-TV Serie (jamie´s great escape Italian) finden sich darauf.
Das DVD Programm meines Macs brachte die freundliche Gabe direkt zum Absturz, auf dem DVD Rekorder lief es dann tadellos und es gibt die Möglichkeit, von der schreckliche Synchronfassung auf das englischsprachige Original zu schalten. Happy Birthday!
Links zum Thema:
www.jamiemagazin.de
facebook/jamie-Magazin
www.jamieoliver.de
Fundstück der Woche: hinter den Kulissen von “Das perfekte Dinner”
Posted on | März 4, 2012 | 14 Comments
Ich oute mich jetzt mal. Ich bin ein großer Fan von “Das perfekte Dinner“, die wöchentliche Amateur-Küchenshow auf VOX ist derzeit tatsächlich die einzige Kochsendung die ich überhaupt noch regelmäßig einschalte. Der allabendliche Blick auf nachbarschaftlich anmutende Privatküchen und mehr oder weniger festlich gestaltete Esstische erzählt eine Menge über das kulinarische (Selbst-) Verständnis ambitionierter deutscher Laien-Köchinnen und Köche.
Neben dem Voyeurismus beim Zuschauer, fördert das Format mitunter auch bei den Kandidaten nicht immer nur die allerbesten Charaktereigenschaften zu Tage, regelmäßig wetten die Liebste und ich schon Montags, wer von den KandidatInnen diese Woche “den perfekten Volltrottel” gibt – meist sind es selbstherrliche Männer, die sich gleich in der ersten Folge outen, dann mit kulinarischem Halbwissen und bemerkenswert poltrigem Auftreten die versammelte Kochtruppe bis zum Finale am Freitag nachhaltig nerven. Aber auch Stutenbissigkeit, Machismo und krankhafter Ehrgeiz sind gern gesehene Gäste in den wöchentlich wechselnden Runden. Un alles wird von der allwissenden Stimme aus dem Off punktgenau erfasst, präzise und oft höchst komisch kommentiert – ganz groß!
Die unterhaltsame Langzeitstudie über die Koch- und Genußfähigkeiten der Deutschen feiert diese Woche ihren sechsten Geburtstag. Und da tut sich zur offiziellen Jubiläumswoche vom 05.-09 März ein schönes Fensterchen auf, auch mal hinter die Kulissen des perfekten Dinners blicken zu können.
Diesmal hat sich nicht nur ein Profikoch undercover unter die Kandidaten geschlichen, auch ein Foodblogger ist mit von der Partie. Der Fotograf Alfons Andreas Keudel, Initiator und Koch der “Restaurantsimulation” Dores verspricht, jeden Abend der Woche, immer kurz nach Ausstrahlung der Tagesfolge, in seinem Blog Jetzt werd ich Sternekoch! einen täglichen Hintergrundbericht zu bloggen.
Den täglichen Blick hinter die Kulissen von “Das perfekte Dinner” gibt es ab heute (4. März) bis Freitagabend (9.März) unter:
Nachtrag:
und erst über Nata hab ich in den Kommentaren erfahren, dass auch noch Foodbloggerin Jessie dabei ist:
www.jessieschmeckts.wordpress.com
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24 Stunden “Monster” Lesung mit Monster-Kochshow
Posted on | Februar 28, 2012 | No Comments
Benjamin Maack, Foto:Benne Ochs
Der Hamburger Autor Benjamin Maack hat ein großartiges Buch über die Monster der Kindheit und Jugend geschrieben, jene Monster, die uns oft noch bis in die Erwachsenenwelt hinein begleiten und sich nicht abschütteln lassen, weil sie zu uns gehören. “Monster” ist ein raffiniert komponiertes Buch von fragiler Melancholie und fordernder Klarheit-die Geschichten die Maack erzählt, bleiben lange im Kopf.
Der Autor und Journalist Maack ist seit vielen Jahren schon Mitveranstalter und Gastgeber bei verschiedensten Live-Literatur-Formaten in Hamburg und hat sich für die Buchpremiere von Monster etwas ganz besonderes ausgedacht:
24 Lesungen. In 24 Stunden.
Von Samstagabend, den 10. März um 21.00 Uhr, bis Sonntagabend, den 11. März um 21.00 Uhr wird Benjamin Maack in der Hamburger Hasenschaukel lesen, eingeladen hat er sich dafür “eine Menge bester Freunde, alte Bekannte und Lieblingskünstler” die ihn besuchen werden.
Das ganze Wahnsinnsprogramm mit allen Gästen im Stundentakt gibts auf Facebook nachzulesen, ich freue mich darauf, am Sonntagmittag gemeinsam mit Benjamin Maack für alle zu kochen und zu lesen, der Gastgeber bringt ein Eintopfrezept seiner Großmutter mit!
Los gehts um 12.00 Uhr mit der “Monster-Kochshow mit Stevan Paul und Benjamin Maack” und folgerichtig weiter um 13.00 Uhr mit der großen “Monster-Essshow” und Spezialgast Thorsten Passfeld mit schönen Liedern im Gepäck. Das wird klasse!
Mehr als nur Meersalz – Guérande trifft Mecklenburg-Vorpommern
Posted on | Februar 23, 2012 | 2 Comments
Vor mehr als 15 Jahren wehten der Zufall und die Liebe, ein mächtiges Gespann, den deutschen Studenten Stefan Gemeinhardt an die weißen Salinen-Strände der französischen Atlantikküste. Gemeinhardt arbeitete einen Sommer lang als Erntehelfer bei den Salzbauern von Guérande, denen er bis heute in Freundschaft verbunden ist. Bereits seit 1998 vertreibt er ihr Meersalz in seinem Onlineshop, den ich erst jetzt entdecket habe.
Die Seite ist mehr als ein Shop, sehr ansprechend in der Gestaltung, erfährt man hier in Wort und Bild alles Wissenswerte zu Geschichte und Ernte der berühmten Meersalze: dem knusprigen Fleur de Sel aus Guérande und dem gröberen Gros Sel der Bretagne. Ein Besuch der informativen Seite lohnt sehr.
Auch die Salze die Stefan Gemeinhardt anbietet, sind von besonderer Güte. Da wäre beispielsweise das salinenreine Fleur de Sel seines Freundes Francis. Salinenrein bedeutet, dass das Fleur de Sel keine Mischung von Salzen verschiedener Salinen ist, sondern, quasi sortenrein, nur aus der Saline von Salzbauer Francis kommt. Ich war skeptisch, aber es ist tatsächlich ein Unterschied spürbar: Salzkristalle von gleicher Größe und hohem Ebenmaß knuspern ganz besonders schön auf Tomate und Frühstücksei, ganz ohne maschinelle Siebung.
Doch Stefan Gemeinhardt geht noch einen Schritt weiter, er hat das gröbere Gros Sel geschmacklich veredelt und sich für seine Aromasalze Hilfe aus Deutschland geholt. Die engagierten Bio-Gärter vom Gutshof Boltenhagen in Mecklenburg-Vorpommern beliefern Gemeinhardt mit Kräutern aus ihren essbaren Landschaften. Ich probierte das Salz mit Bronzefenchel und was zunächst ein bisschen grasig roch, entfaltete seine Daseinsberechtigung auf wachsweichem Ei, gebratenem Fisch und einem gebutterten Käsebrot aufs Allerfeinste.
Tags: essbare landschaften > Fleur de Sel Guérande > Gros Sel Guérande > Gutshof Boltenhagen > Meersalz > Meersalz Guérande > Stefan Gemeinhardt
Jetzt am Kiosk: Effilee N°20 – Märchen und Modernes
Posted on | Februar 19, 2012 | 3 Comments
Der Vorschlag kam von Art Direktor Andreas Pufal und als er mir die Papercut-Arbeiten der Grafikdesignerin und Künstlerin Martha von Maydell zeigte, war ich sofort begeistert von seiner Idee einer illustrierten Märchenküche, machte mich im Werk der Gebrüder Grimm auf die Suche nach Rezepte.
In der Märchenwelt der Grimms wird wesentlich weniger gekocht als ich zu erinnern vermeinte, die Speisen sind nur karg beschrieben, oft geht es um “Brei” und “Brot” und “Suppe”, einfache Speisen, die ohne tiefergehende Erläuterungen ihre Funktion im Märchen erfüllen und eher die Armut jener Zeit beschreiben, in der sie entstanden.
Die neuerliche Begenung mit den Originaltexten förderte aber trotzdem kulinarisch Interessantes zu Tage, so gibt beispielsweise die Erwähnung von Krebsschalen bei Hänsel und Gretel einen Hinweis auf die hohe Krebs-Population in Deutschland zur Zeit der Gebrüder Grimm. Damals wimmelten die Bachläufe von Krebsen, ein Arme-Leute-Essen, das wohl auch die Hexe überwiegend ernährte und retrospektiv ihren Appetit auf etwas Abwechslung erklärt.
Unglaublich auch die Pycho-Nummer “Die wunderliche Gasterei” ein nicht ganz so bekanntes, nun ja, “Märchen” dass die Brüder Grimm einst notierten: eine Blutwurst läd eine Leberwurst zum Essen ein, um diese dann aber beinahe zu meucheln, derweil “ein Affe mit einer großen Wunde am Kopf” durchs Treppenhaus tobt und man fragt sich schon ein bißchen, was die Brüder Grimm da geraucht haben. Die Umsetzung der alten Märchentexte in funktionierende Rezepte hat jedenfalls Spaß gemacht und die Illustrationen die sich Martha von Maydell zu den insgesamt sechs Märchen ausgedacht hat sind wunderschön!
Auch sonst gibts natürlich wieder viel zu entdecken und noch mehr zu lesen in der 20. Ausgabe der Effilee. Gerald Zogbaum vom Hamburger Restaurant Küchenwerkstatt erklärt im Interview sich, seine Küchenphilosophie und einen Teller mit Taube. Mario Michaelis und Vijay Sapre machen Spaß mit Zucker und es gibt drei Reitöpfe aus Chile, Malaysia und den USA. Michaela Pfeiffer ruft den veganen Frühling aus, mit asiatischer Küche, Mangas und Kollegin Shoko Homma als Model. Fisch und Fleisch gibts dann wieder bei mir in der “Pfeffer”-Küche mit sechs Pfeffersorten die mehr ist als nur scharf. Und dazu diesmal wieder acht neue, schnelle Teller.
Lea Hampel hat Stadt-Imker besucht und vom neuen Inner-City-Honig-Trend gekostet, Doris Klein hat Fischsaucenherstellern in Vietnam in die Holzfässer geschaut und das ist “nichts für Feiglinge”. Stuart Freedmann besingt die Bialetti-Kaffeekanne und der kalifornische Kulinariker und Wissenschaftler Harold McGee erklärt Ursula Heinzelmann im Interview die Wechselwirkungen der Disziplinen.
Schöne Weingeschichten auch wieder: es ergeht Lesebefehl für Stephan Reinhardts Ehe-Dramolett, dass sich, sehr zum Vergnügen der leserInnen, an einer Flasche 1998 Vergelegen entfacht. Ebenso lohnt ein genauer Blick auf einen späten Gast, der Sommelier Sebastian Bordthäuser und eine Küchenmannschaft beschäftigt. Warum Alkohol uns für die Evolution fit macht, erklärt freundlicherweise gleich anschließend der Biowissenschaftler Thomas Junker.
Die kulinarischen Portraits diesmal über Trüffelnase Ralf Bos, Schokoladenschöpfer Josef Zotter und David Höhner von Cuisine Sans Frontières. Neben Weinempfehlungen von Stuart Pigott, Christoph Raffelt, Eckhard Supp u.a. gibt es Kochbuch- und Online-Tipps, sowie Restaurantkritiken (diesmal zusätzlich mit einem New York-Special).
Küchenmusik (7): Moa Fire – Nahrung für die Seele
Posted on | Februar 6, 2012 | 4 Comments
Heute (06.02.) ist Bob Marleys Geburtstag, wenn das mal kein Grund für eine Reggae-Sonderausgabe der Küchenmusik ist! Zur Feier des Tages ein ganz besonderer Kochbuch-Tipp:
Die erste Auflage von 2000 Stücken war im vergangenen Jahr so schnell weg, dass ich das nicht mal mitbekommen habe, ausverkauft nach nur zwölf Wochen. Jetzt gibt es Moa Fire – Das vegetarische Reggae Kochbuch von Da Sandwichmaker endlich wieder und hier kommt zusammen was zusammengehört: Reggaemusic und gutes Essen!
Seit 2003 ist der gelernte Koch „Da Sandwichmaker“ Steffen Prase mit dem Küchenmobil unterwegs, kocht auf Reggae-Festivals und Konzerten für Künstler, Crew und Publikum. Im prächtigen Moa Fire-Kochbuch zeigt er im ersten Teil seine besten Rezepte, im zweiten Teil kochen 18 Reggae-Künstler aus Deutschland ihre vegetarischen Lieblingsrezepte und im letzten Teil folgen die Rezepte aus der Tourküche von Hans Söllners Bayaman Sissdem.
Herzstück des reichbebilderten Buches ist der große Mittelteil hier trifft sich das who is who der deutschen Reggaeszene zum schnippeln, bruzeln, braten und rühren. Im und vor dem Küchen-Wagen wird groß und fleischfrei aufgekocht, die lebendigen Fotos von den Koch-Sessions, die köstlichen Rezeptfotos und die großartigen Künstlerportraits sind das Gemeinschaftswerk vieler FotografInnnen.
Moa Fire funktioniert schon als Bilderbuch ausgezeichnet, es ist ein großer Spaß all den Menschen, auf deren Konzerte man seit Jahren feiert, beim Kochen zuzuschauen. Der große Uwe Banton, für mich einer der wichtigsten deutschen Reggaemusiker überhaupt, frittiert goldgelbe Gemüsefritters zum bunten Salat mit Basmatireis, Mono und Nikitamann drehen thailändische Sommerrollen, Jahcoustix „Feurige Aubergine und Zucchini mit Feldsalat“ sehen deutlich nach großer Küche aus.
Die bezaubernde Sara Lugo ist mit einer Gemüse-Lasagne dabei, Papa Söllner rollt Vollkornknödel mit Kernöl und Kartoffel-Endivien-Salat, Nattyflo serviert gebratenes Gemüse in Hoisin-Pflaumenmus-Soße mit Basmatireis. Ganjaman überrascht mit Wildkräuter-Sauce zum Kohlrabischnitzel, Ephraim Juda & Friends versprechen eine „Orgasmic Onion Soup“, Thaistylee kombiniert Blattspinat mit Mango, Maispolenta und gebratenem Tofu.
Alle 18 kochenden Musiker finden sich außerdem auf der exklusiven 18 Track-CD wieder, die dem Buch beiliegt und richtig, richtig gut ist, nicht weniger als eine Bestandsaufnahme von Reggae aus Deutschland heute: dick und funky, mit Kopf und Seele – die CD einfach so zum Buch dazu, das ganze für 20 Euro. Big up und dankeschön!
Reinhören und reinschauen kann man hier, ein zehnminütiges Video mit einem Mix aller Songs und vielen Fotos aus dem Buch:
Moa Fire – Nahrung für die Seele
Bezug über: www.dasandwichmaker.de
112 Seiten
495 Farbfotos
Gebundene Ausgabe
+ Audio CD mit 18 Titeln:
1 Sista Lou & Nina Alverdes – Froots Rockers
2 Ephraim Juda – Coming Home
3 Mista Wicked – Heid is a Feierdog
4 Thaistylee – Love Jah
5 Uwe Banton – Love Light
6 Ganjaman – W.H.A.D.L.F
7 Mono & Nikitaman – Digge Digge
8 Jamaram – Rich Man
9 Stranjah feat. Surviva – Finde heraus
10 Jahcoustix – Hot Stone
11 The Gauwailers – Junkfood Kingdom
12 Sara Lugo – Rocksteady
13 Lyrical BaMa – 2 Brüder
14 Hans Söllner & Band – Du tramst
15 Martin Zobel & Soulrise Band – Reggae Jam
16 Ras Gabriel – Irgendwas is immer
17 Nattyflo – My Space
18 Dubiterian – Dub Pipe
Tags: Da Sandwichmaker > Moa Fire > Moa Fire nahrung für die seele > Reggae Kochbuch > Steffen Prase
5 Dinge
Posted on | Februar 6, 2012 | 6 Comments
“Die DINGE, mit denen wir uns umgeben, sind mehr als bloß Gebrauchsgegenstände, Dekoration oder Statussymbole. Sie erzählen unsere GESCHICHTE, können trösten oder Glück bringen – und uns daran erinnern, woher wir kommen und wohin wir wollen. Hier zeigen Menschen, die wir mögen, ihre liebsten FÜNF.”
so beschreiben die Journalistinnen Okka Rhod, Dorothea Sundergeld und die Art-Direktorin Karolina Stasiak selbst ihr gemeinsames Online-Projekt fünfdinge.de. Wer einmal begonnen hat, in den charmanten, sehr persönlichen und mitunter berührenden Geschichten aus den Leben anderer Leute zu lesen, kann so schnell nicht mehr aufhören.
Über die Einladung selbst zu fuenfdinge.de beizutragen habe ich mich sehr gefreut, ich musste nicht lange überlegen welche fünf Dinge ich fotografieren, worüber ich schreiben würde. Fünf kleine Texte über einen Hotelzimmerschlüsselanhänger mit unsichtbarem Schlüssel, einen vergessenen Geburtstag, die Unzulänglichkeiten digitalisierter Musik, einer Hochzeitsgabe aus der Vergangenheit und eine Frage der Haltung:
Geschenkt: 1×2 VIP Karten für den Deutschland-Vorentscheid des Bocuse d´Or – der Weltmeisterschaft der Köche
Posted on | Februar 3, 2012 | 12 Comments
Mesdames et messieurs, 2013 ist es wieder so weit, alle zwei Jahre findet die Weltmeisterschaft der Köche in Lyon statt: der Kampf um den Bocuse d ´Or!
Und am 11. Februar findet auf der INTERGASTRA in Stuttgart die nationale Vorauswahl statt, die Selection Germany des Bocuse d’Or 2012, bei der ermittelt wird, welches deutsche Team es in die europäische Vorrunde, und bestenfalls auch ins Finale nach Lyon schafft.
Sechs junge, deutsche Meisterköche treten an diesem Tag an, ihre Aufgabe: In 5 Stunden eine Fischplatte mit den Hauptzutaten Seezunge und Riesengarnelen bereiten, sowie in 5 Stunden und 35 Minuten eine Fleischplatte mit der Hauptzutat Mastpoularde – jeweils für 12 Personen inkl. zwei Garnituren und einer Sauce.
Live bereiten die Zwei-Mann-Teams ihre Kreationen zu, die Zuschauer der INTERGASTRA können das Geschehen über große Leinwände verfolgen. “Live moderiert und mit interessanten Interviews auf der Bühne erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreicher Tag im Atrium der Messe Stuttgart.” verspricht die deutsche Seite des Bocuse d´Or.
Die Jury des deutschen Vorentscheids ist prominent besetzt, u.a. mit Léa Linster, der einzigen Frau die je den Bocuse d´Or gewann, Christian Lohse ist dabei, Mario Lohninger, Jörg Sackmann und der großartige Wahabi Nouri aus Hamburg. Um nur einige zu nennen.
Das würde ich mir gerne ansehen! Ich kann da nur leider nicht. Und darum verlose ich 1×2 VIP Karten, die mir freundlicherweise von Lillet zur Verfügung gestellt wurden. Wir haben gestern nochmal telefoniert und die Leute bei Lillet legen noch einen drauf: zu den Karten fürs Deutschland-Finale (inkl. Zugang zum VIP Bereich der INTERGASTRA!), erhält der Gewinner die neue Ausgabe des Lillet Journal und eine Flasche des berühmten Apéritif de Bordeaux zugeschickt!
Der Rechtsweg ist natürlich wieder mal sowas von ausgeschlossen, die Ermittlung des Sieger erfolgt völlig willkürlich, die Karten werden nämlich nicht verlost sondern verschenkt, und zwar so:
Verraten Sie mir in den Kommentaren Ihr Lieblingsgericht von Paul Bocuse. Kein Klassiker darf zweimal genannt werden! Auch mir schmeckt ein Rezept des Meisters ganz besonder gut und bei Übereinstimmung: Bingo! Der Gewinner wird Montag hier bekannt gegeben.
Viel Glück!
Tags: Bocuse d´Or > Bocuse d´Or 2013 > Intergastra 2012 > Lillet > Lillet Apéritif de Bordeaux





















