
Die Frankfurter Buchmesse stellt derzeit eine thematische Buchkollektion zum Thema Essen zusammen. Die rund 120 Titel umfassende Sammlung wird Kochbücher, Bücher über Köche und die Kochkultur im Allgemeinen enthalten. Auch ernährungspolitische Themen sollen ihren Platz finden.
Der Deutsche Kochbuch-Kanon „Geschmackssache?“ dient der Präsentation auf Auslandsmessen. Erstmals wird „Geschmackssache?“ auf der Frankfurter Buchmesse (15-19.10.2008, Halle 4.2 (Q417) gezeigt und geht danach auf Reise zu internationalen Buchmessen in der ganzen Welt.
(via boersenblatt.net)
Anregung für die Kollektion seitens deutscher Verlage werden gerne entgegen genommen, schreibt das Börsenblatt. Weia. Alleine die Vorstellung, einer Auswahl von 120 Buchpublikationen zusammenstellen zu müssen, die dann die Deutsche Kochkultur im Ausland repräsentiert, treibt zumindest mir den Schweiß auf die Stirn. Leider ist nicht zu erfahren, wer sich an die schwierige Aufgabe macht. Eine Jury aus Feinschmeckern und Food-Autoren würde Sinn machen, denke ich.
Welche Bücher sollten Ihrer Meinung nach unbedingt in den kulinarischen Kanon?
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Das zur Zeit skandalöserweise vergriffene (http://www.chris-kurbjuhn.de/?p=619) “Forelle blau und schwarze Trüffel” von Joseph Wechsberg ist ein “must”. Die “Kulturgeschichte des Essens und Trinkens” von Gert von Paczensky und Anna Dünnebier. Siebecks “Kochschule für Anspruchsvolle”. Die zumindest fallen mir zuerst ein.
Paczensky/Dünnebiers Gemeinschaftswerk stünde auch auf meiner Liste und ich habe eine Bildungslücke entdeckt! Danke.
Für Paczensky/Dünnebier hätte ich mich auch ausgesprochen. Politik finde ich – bis auf Themen wie die Patentierung von Essen – in so einem Kanon eher fehl am Platze, und was mir dazu einfällt gehört nicht unbedingt unter deutsche Esskultur. Dito nicht “deutsch” aber eines Kanons würdig ist imho “Kaffee, die Biographie eines weltwirtchaftlichen Stoffes (vgl http://datenhamster.org/index.php?/archives/915-Kaffee-Die-Biographie-eines-weltwirtschaftlichen-Stoffes-Heinrich-Eduard-Jacob.html ) .
Stimmt, eine Politisierung des Kanons ist eigentlich keine gute Idee, zumal Politik ständiger Veränderung unterliegt.